
Beiträge:
Dr. Henning Eichberg
Henning Eichberg (1942 – 2017), Kultursoziologe und Historiker, der seit 1982 in Dänemark lehrte, war bereits seit den ersten Ausgaben der Zeitschrift wir selbst (Gründung im Jahre 1979) der inspirierende Kopf. Sein intellektuelles Fluktuieren zwischen rechten und linken Denkströmungen, seine linksnationalistische, ethnopluralistische Kritik am rechten Etatismus und seine radikale ökologische Orientierung wurden für uns programmatisch wegweisend, jedoch nie zu Dogmen. Mit den Büchern „Nationale Identität“ (1978), „Abkoppelung“ (1987) und „Die Geschichte macht Sprünge“ (1996) griff er in die Bewußtmachung der deutschen Frage ein.
Zahlreiche Aufsätze, die Henning Eichberg unserer Zeitschrift schon vor Jahren zur Verfügung gestellt hatte, sind noch unveröffentlicht. Auf unserer Internetseite möchten wir diese, soweit sie noch von aktueller Bedeutung sind, unseren Lesern vorstellen. Wir erhoffen uns kontroverse Diskussionen.
Prof. Dr. Peter Brandt
Prof. Dr. Peter Brandt, einer der letzten großen linken Patrioten in der Tradition der 1848er-Revolution, von Lassalle und Bebel über Schumacher, Bahr und Dutschke und anderen, ist Historiker und Publizist und hat sich 1973 an der Freien Universität Berlin mit einer Dissertation über die Rekonstruktion der deutschen Arbeiterbewegung 1945/46 am Beispiel Bremens promoviert und sich 1988 an der Technischen Universität Berlin mit einem Werk über die Vor- und Frühgeschichte der Burschenschaft im Rahmen der Entstehung der deutschen Nationalbewegung im frühen 19. Jahrhundert habilitiert.
Er ist Ehrendirektor des Instituts für europäische Verfassungswissenschaften an der Universität Hagen (seit 2017), Peter Brandt ist u.a. Mitglied des Vorstands der Friedrich-Ebert-Stiftung, des Kuratoriums der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, des Beirats des Willy-Brandt-Archivs im Archiv der sozialen Demokratie und Mitglied der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand. Außerdem ist er Gründungsmitglied des Kondylis–Instituts für Kulturanalyse und Alterationsforschung sowie Herausgeber des Online-Magazins Globkult.

Beiträge:
Prof. Dr. David Engels
Prof. Dr. David Engels ist ein belgischer Historiker und hat derzeit eine Forschungsprofessur am Instytut Zachodni in Posen inne, wo er verantwortlich ist für Fragen abendländischer Geistesgeschichte, europäischer Identität und polnisch-westeuropäischer Beziehungen. Als Spezialist für alte, insbesondere für römische und seleukidische Geschichte ist er auch ein Denker des europäischen Konservatismus, der sich seit über einem Jahrzehnt mit Fragen der Identität, vor allem in der französisch- und deutschsprachigen Presse, befasst. 2013 veröffentlichte er Le Déclin, wo er die derzeitige Europäische Union und die rückläufige Römische Republik methodisch verglich. 2019 veröffentlichte er Renovatio Europae: Plädoyer für einen hesperialistischen Neubau Europas, gefolgt von Que faire?, Zwei Werke, die sich der Zukunft Europas zuwandten; das erste befasste sich mit der Reform der Institutionen und das zweite wandte sich an die einzelnen Menschen.
Prof. Dr. Felix Dirsch
Prof. Dr. Dirsch betätigt sich seit längerer Zeit als Publizist im katholisch- konservativen Milieu und schreibt neben anderen für die „Junge Freiheit“ , die „Tagespost“ und die „Sezession“.
Seit 2012 ist er Lehrbeauftragter an der Hochschule für Politik im Fachbereich Theorie der Politik.
Auch im Schulbetrieb und in der Erwachsenenbildung ist Prof. Dirsch tätig.
Immer wieder einmal erscheint ein Buch von ihm wie etwa 2012 die Veröffentlichung „Authentischer Konservatismus. Studien zu einer klassischen Strömung des politischen Denkens“ (Münster 2012).
Seit 2013 ist Prof. Dr. Dirsch auch Professor für politische Wissenschaft an der Universität Gjumri/Armenien, wo er in Abständen Blockveranstaltungen hält.
Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn
Professor Dr. Dr. Gunnar Heinsohn, geboren 1943 in Gotenhafen, ist Wirtschaftswissenschaftler, Soziologe und Historiker. Er ist emeritierter Professor der Universität Bremen, wo er 1993 Europas erstes Institut für vergleichende Völkermordforschung aufgebaut hat. Heinsohn verfasste u.a. die erste Enzyklopädie zu Genoziden (Lexikon der Völkermorde, 1998). Er lehrt Kriegsdemografie am NATO Defense College in Rom und Eigentumsökonomie am Management-Zentrum St. Gallen.
Prof. Irenäus Eibl-Eibesfeldt
geboren am 15.06.1928 in Wien, ehemaliger Leiter der Forschungsstelle für Humanethologie in der Max-Planck-Gesellschaft (bis Juni 1996), später Prof. Emeritus am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie, Humanethologie sowie Leiter des Humanethologischen Filmarchivs; apl. Prof. für Zoologie an der Universität München; Direktor des Ludwig-Boltzmann-Institutes für Stadtethologie in Wien. Eibl-Eibesfeldt war seit 1950 verheiratet und hatte zwei Kinder. Prof. Eibl-Eibesfeldt ist am 2. Juni 2018 verstorben.
Generalmajor a. D. Gerd Schultze-Rhonhof
Gerd Schultze-Rhonhof wurde am 26. Mai 1939 in Weimar geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums und Abitur in Bonn trat er 1959 in die Streitkräfte ein und wurde zum Panzeroffizier ausgebildet. Als letzte Dienstaufgaben leitete Generalmajor Schultze-Rhonhof die erste „Partnership for Peace“-Übung der NATO in Ungarn. Schultze-Rhonhof schied 1996 auf eigenen Antrag aus der Bundeswehr aus, weil er die Mitverantwortung für die Folgen einer unangemessenen Verkürzung der Wehrdienstdauer auf 10 Monate nicht mittragen wollte. Seitdem hat er 1997 das Buch „Wozu noch tapfer sein?“ , 2003 das Buch „1939, Der Krieg, der viele Väter hatte“ und 2008 das Buch „Das tschechisch-deutsche Drama 1918-1939″ und weitere Buch- und Zeitungsbeiträge geschrieben.
Gerd Schultze-Rhonhof ist verheiratet, hat drei verheiratete Töchter und neun Enkelinnen und Enkel, und er lebt in Haldensleben bei Magdeburg.
Mag. Wolfgang Dvorak-Stocker
Geboren am 9. Juni 1966 in Graz, absolvierte Mag. Wolfgang Dvorak-Stocker nach der Ableistung des Wehrdienstes seine Studien der Geschichte, Philosophie und Germanistik in Wien und schloss 1991 mit der Sponsion zum Magister phil. ab. Nach einem Auslandsaufenthalt folgte der Eintritt in das 1917 gegründete Familienunternehmen, zu dem neben dem Leopold Stocker-Verlag u. a. die Landwirt Agrarmedien GmbH mit Tochterunternehmen in Deutschland und der Ukraine gehört. Seit 1998 ist Wolfgang Dvorak-Stocker Geschäftsführer und Verleger der Leopold Stocker Verlag GmbH. Im Jahr 2005 folgte die Gründung des auf Politik, Militär und Zeitgeschichte spezialisierten Ares-Verlages; zudem ist Dvorak-Stocker Herausgeber der Zeitschrift „Abendland“, Graz, und Mitherausgeber der Zeitschrift „Sezession“, Schnellroda. Mag. Wolfgang Dvorak-Stocker ist verheiratet und Vater von fünf Kindern.

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Dr. Ulrich Vosgerau
Studium der Rechtswissenschaft in Passau und in Freiburg i.Br., Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Referendariat beim KG Berlin und an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Seit 2004 Rechtsanwalt in Berlin; Promotion 2006 (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br.). Seit 2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 2007-2015 Akademischer Rat an der Universität zu Köln. Habilitation 2012, Lehrbefugnis für die Fächer Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht, Allgemeine Staatslehre und Rechtsphilosophie. Lehrstuhlvertretungen an der LMU München, der Leibniz Universität Hannover, der Universität Passau und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

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Alain de Benoist
Alain de Benoist, geboren 1943 in Saint-Symphorien (heute zu Tours gehörend), studierte Verfassungsrecht, Religionswissenschaften und Philosophie. Als Kopf hinter der 1968 formierten Denkfabrik GRECE ist er Mitbegründer der französischen Nouvelle Droite (Neue Rechte).
Benoist lebt als Publizist und Philosoph in Paris. Er ist Herausgeber der traditionsreichen Buchzeitschriften Nouvelle École und Krisis, außerdem ständiger Autor des Zweimonatsmagazins éléments. Seine über 100 Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die wichtigsten Veröffentlichungen sind das zweibändige Opus Aus rechter Sicht und das Manifest Aufstand der Kulturen. Hervorzuheben sind des Weiteren die beim Jungeuropa Verlag erschienenen Schlüsselwerke Kulturrevolution von rechts und Gegen den Liberalismus.
Alain de Benoist wirkt als Leitfigur einer gesamteuropäisch ausgerichteten Denkrichtung, deren Ziel so klar wie weitreichend scheint: die Überwindung des neo- und linksliberalen Denkens mit all seinen politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Paradigmen.
Im Lindenbaum Verlag erschien 2023 die Neuauflage des Werkes „Heide sein“ von Alain de Benoist.

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Matthias Matussek
Matthias Matussek, geboren 1954, wollte Missionar oder Bundesliga-Spieler werden. Er schloss einen Kompromiss und wurde Maoist. (Paul Breitner!) Nach dem Abitur trieb er sich ziellos in der Welt herum (Griechenland, Balkanstaaten, Indien). Ein ebenso zielloses Studium (Theaterwissenschaften, Amerikanistik, Komparatistik, Publizistik, Schauspiel) wurde erstaunlicherweise relativ zügig mit einem Zwischendiplom in Anglistik und Germanistik beendet. Danach wechselte er auf die Journalistenschule in München, wo es Zuspruch von erfahrenen Journalisten gab, sowie eine Abmahnung seitens der Schulleitung aufgrund mangelnder Disziplin. Nach Praktika beim Bayrischen Fernsehen und der Münchner tz wechselte er zum Berliner Abend, danach zum TIP. Die Zeit: RAF-Wahnsinn, besetzte Häuser, Herointote.
Als er 1983 zum STERN nach Hamburg wechselte, hatte er das Gefühl, endlich in der Bundesliga angekommen zu sein. Allerdings purzelte ein paar Monate später das gesamte Staresemble des STERN über die gefälschten Hitlertagebücher und war fortan stark abstiegsgefährdet. Dennoch lernte Matussek – gemeinsam mit den großen STERN-Fotografen (Bob Lebeck) – die Kunst der Reportage, die zu einem nicht geringen Teil auf der Kunst besteht, im entscheidenden Moment unverschämt zu sein. Weshalb Disziplinlosigkeit durchaus Teil des Berufes sein kann.
1987 machte ihm der SPIEGEL ein Angebot, das er nicht zurückweisen konnte. Chefredakteure und Ressortleiter gingen und kamen. 1989 konnte er seine theoretischen Kenntnisse des Maoismus nutzbringend anwenden, als er in die kollabierende DDR zog und dort ins Palasthotel. Die Lehre: kein Umweg, den wir nehmen ist unbrauchbar.Schriftsteller Thomas Brussig, der im Palast-Hotel als Etagenkellner arbeitete, und Matussek zur Hauptfigur seines Romans „Wie es leuchtet“ machte, schrieb:“ Für Matthias Matussek hatte ich die meiste Bewunderung. Er schrieb eine glänzende Reportage nach der anderen. Sie lasen sich wie Rezensionen des laufenden Geschehens…Zum Reporter muss man geboren sein – und Matthias Matussek ist es“. (Natürlich hatte er Brussig dafür ganz groß in eine Pizzeria ausgeführt.) Für eine seiner Ost-Reportagen erhielt Matussek 1991 den Kisch-Preis.
Seine Frau lernte Matussek 1990 im Roten Rathaus kennen, wo sie, von Sprachstudien aus Moskau kommend, ein Praktikum absolvierte. Zwei Jahre später zogen sie um nach New York, was damals in etwa gleich weit von Ost- wie West-Berlin lag, also durchaus neutraler Boden war. In New York entstanden nicht nur der gemeinsame Sohn sondern auch ausgedehnte Reportagen und Artikel für amerikanische Zeitungen, sowie Kurzgeschichten und ein Roman. Harold Brodkey nannte Matussek „den besten seiner Generation“.
Zurück in Deutschland zog Matussek kreuz und quer durch die Nation und schrieb eine zweiteilige Bestandsaufnahme der deutschen Einheit, die wiederum für den Kischpreis nominiert wurde. Dann nahm er Stellung im Geschlechterkampf. Mit seinem Buch „Die Vaterlose Gesellschaft“ verärgerte er den Großteil deutscher Frauen und wurde von der Zeitschrift „Emma“ zum „Pascha des Monats“ ernannt. Aus seinem Buch entstand das Spielfilm-Projekt „Väter“ (Regie: Dany Levi), zu dem Matussek das Drehbuch schrieb. Mittlerweile, hat er den Eindruck, hat man ihm beides verziehen.
Im Jahr 1999 trat Matussek die Korrespondentenstelle in Rio de Janeiro an. Er bereiste den Kontinent, erlebte Putschversuche und Katastrophen, recherchierte in Favelas, unter Drogenbanden und unter den Eliten der Länder. Für eine 2-teilige Serie zog er wochenlang durch den Amazonas, und veröffentliche das Ergebnis in Buchform unter dem Titel „Im magischen Dickicht des Regenwaldes“.
Im Jahr 2003 übernahm er die Korrespondentenstelle des SPIEGEL in London, wo er sich ehrenhafte Kämpfe mit der blutrünstigen, Deutschen-hassenden Fleetstreet lieferte, was in seinem Buch „Wir Deutschen – warum uns die anderen gerne haben können“, auf das schönste dokumentiert ist. Das Buch war 13 Wochen lang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, und lieferte den Beleg dafür, dass man patriotische Gefühle nicht den Knallköpfen von rechts überlassen muss.
2003 übernahm er das Kulturressort in der Hamburger Spiegel-Zentrale. Die Presse meinte, dort sei nun „Rock n Roll im Laden“. Gleichzeitig hatte er für den SWR das TV-Format „Matusseks Reisen“ entwickelt und einen wöchentlichen Video-Blog etabliert, der 2007 mit dem Goldenen Prometheus ausgezeichnet wurde. Im gleichen Jahr entstand sein Buch „Als wir jung und schön waren“ (Fischer-Verlag).
Schon 2007 hatte Matussek seine Funktion als Ressortchef wieder abgegeben und widmete sich den Sachen, die er am besten kann: dem Schreiben und der Disziplinlosigkeit. „Matusseks Reisen“ wurde unter dem Titel „Matussek trifft“ noch ein paar Folgen fortgesetzt und fiel dann dem Sparzwang zum Opfer. Seinen wöchentlichen Videoblog betrieb er weiter und publizierte mit „Das Katholische Abenteuer“ eine „Provokation“, die es ebenfalls in die Bestellerliste schaffte.
Nach mehr als 25 Jahren beendete er seine Zeit beim Spiegel und stellte sich als Kolumnist für den Springer-Konzern zur Verfügung, eine Zusammenarbeit, die bereits nach erfüllten und produktiven 17 Monaten beendet wurde.
Fortan arbeitet er als freier Autor für die „Weltwoche“ und den „Focus“ und andere und widmet sich erneut seinen Stärken: dem Schreiben und der Disziplinlosigkeit.

Beiträge:
Siegfried Bublies
Siegfried Bublies, Verleger, geboren 1956, Gründer der Zeitschrift wir selbst im Jahre 1979, Inhaber des Bublies Verlages und des Lindenbaum Verlages. Die Printausgabe der wir selbst (Zeitschrift für nationale Identität) wurde 2002 eingestellt und 2019 als Internet-Zeitschrift wiederbelebt. Seit 2022 erscheint wieder eine Druckausgabe der Zeitschrift wir selbst.
Dr. Bodo Scheurig
Dr. Bodo Scheurig (1928 – 2008), studierte nach sowjetischer Kriegsgefangenschaft Neuere Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin und an der Columbia University, New York. Zahlreiche zeitgeschichtliche Veröffentlichungen, u.a. Standardwerke über Ewald von Kleist-Schmenzin (Neuauflage in Kürze im Lindenbaum Verlag), Henning von Tresckow und Generaloberst Alfred Jodl (Alfred Jodl. Gehorsam und Verhängnis. Biographie im Bublies Verlag).

Beiträge:
Autor der Bücher:
Dr. Christian Böttger
Christian Böttger, geb. 1954, Facharbeiterausbildung als Gärtner für Zierpflanzenbau mit Abitur 1974, studierte von 1983-1988 Ethnographie, deutsche Geschichte und Volkskunde an der Humboldt-Universität zu Berlin. Danach arbeitete er bis Ende 1991 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wissenschaftsbereich Kulturgeschichte/Volkskunde am Zentralinstitut für Geschichte (Akademie der Wissenschaften der DDR) an einem Forschungsprojekt auf dem Gebiet der Kulturgeschichte sozialer Reformbewegungen in Deutschland um 1900. Ende 1993 promovierte er an der Humboldt-Universität zum doctor philosophiae. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Lexikonprojekten beschäftigt.

Beiträge:
Autor des Buches:
Dr. Uwe Sauermann
Uwe Sauermann studierte in München und Augsburg Politische Wissenschaften, Neueste Geschichte und Völkerrecht. Seine Dissertation erscheint im Oktober 2020 im Lindenbaum Verlag. Obwohl es danach mehrere Veröffentlichungen zu Niekisch gab, ist Sauermanns Werk bis heute die materialreichste und gelungenste Analyse von Ernst Niekischs Zeitschrift „Widerstand“. Uwe Sauermann war später für das öffentlich-rechtliche Fernsehen tätig, war schon vor dem Ende der DDR Korrespondent in Ost-Berlin und Leipzig, produzierte zeitgeschichtliche Filme und berichtete für die ARD u.a. aus Indien, Irak und Afghanistan. Er lebt heute in Berlin.

Beiträge:
Gemeinsam mit Reinhard Jirgl Autor des Buches:
Dr. Andrzej Madela
Andrzej Madela (geb. 1958) studierte Geschichte und Germanistik in Breslau und Berlin und promovierte 1987 über den Traditionswandel in der DDR-Literatur der 70er Jahre. Bis Ende der 80er arbeitete er als Lehrer, nach der Wiedervereinigung hingegen als Lektor und Journalist. Seit seinem Ausscheiden aus der Redaktion der „Jungen Freiheit“ 1995 ist er in der auf Osteuropa spezialisierten freien Wirtschaft tätig.
Hans Becker von Sothen
Hans Becker von Sothen (1959–2014) studierte Rechtswissenschaften und Geschichte in Göttingen. Nach beruflichen Zwischenstationen als Buchhändler, Lektor, Ressortleiter bei mehreren deutschen Wochenzeitungen und Gründungsgeschäftsführer der „Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung“ wirkte Becker von Sothen 2005 federführend beim Aufbau des Ares Verlags und prägte dessen Programm.
Klaus Kelle
Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs.
Kelle betreibt die Online-Tageszeitung The GermanZ und gilt mit seinen alljährlichen Schwarmintelligenz-Konferenzen als einer der wichtigsten konservativen Netzwerker in Deuschland.
Brigadegeneral a. D. Reinhard Uhle-Wettler
Reinhard Uhle-Wettler wurde als Sohn eines Berufsoffiziers 1932 in Kiel geboren und wuchs in Jena auf. Nach dem Abitur 1953 ging er zunächst zur Handelsmarine. Von 1955 bis 1956 war er beim Bundesgrenzschutz tätig. Während seiner militärischen Laufbahn wurde er u. a. ab 1972 als Kommandeur beim Fallschirmjägerbataillon 261 in Lebach, vom 1. Oktober 1982 bis 30. September 1985 als Kommandeur der Panzerbrigade 12 in Amberg, im Bundesministerium der Verteidigung und zuletzt als stellvertretender Kommandeur der 1. Luftlandedivision in Bruchsal verwendet. Sein letzter Dienstgrad war der eines Brigadegenerals. Daneben war er als Mitarbeiter militärischer Fachzeitschriften und der US-Militärenzyklopädie tätig. Von 1995 an führte der pensionierte General als Vorsitzender die Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft zu Hamburg (SWG). Er veröffentlichte zahlreiche Artikel zu Gegenwartsfragen in politischen Zeitschriften.

Beiträge:
Imad Karim
Imad Karim – deutscher Regisseur, Drehbuchautor, Fernsehjournalist und Filmautor. Er ist libanesischer Herkunft und seit Ende 1977 in Südwestdeutschland ansässig. Seine Filme wurden in den Fernsehanstalten WDR, hr, BR, MDR, ORB, SR, SWR, NDR, 3Sat, Phoenix und im ersten ARD-Programm ausgestrahlt und mehrmals wiederholt. Somit erreichten die Themen seiner Dokumentationen Millionen Zuschauer. Imad Karim gehörte jahrelang verschiedenen Filmjuries an und ist selber Träger verschiedener Fernsehpreisen. Seit 2001 arbeitet er als freier Fernsehautor für deutsche und internationale Medien. Wir empfehlen den Besuch seiner hochinformativen Internetseite: https://imad-karim.de/
Dr. Winfried Knörzer
Dr. Winfried Knörzer, geboren 1958 in Leipzig, studierte in Tübingen Philosophie, Germanistik, Medienwissenschaften, Japanologie und promovierte über ein Thema aus der Geschichte der Psychoanalyse. Berufliche Tätigkeiten: Verlagslektor, EDV-Fachmann. Seit Anfang der 90er Jahre ist er mit Unterbrechungen publizistisch aktiv.

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Autor der Bücher:
Rolf Stolz
Der Publizist, Photograph und Diplom-Psychologe Rolf Stolz war seit 1967 im SDS aktiv. Seit 1979 gehörte er zur Bundesprogrammkommission der GRÜNEN und bis 1981 zu deren Bundesvorstand. Er ist weiterhin (dissidentisches) Mitglied dieser Partei. Von 1984 bis 1990 war er Sprecher des Initiativkreises „Linke Deutschlanddiskussion“, von 1990 bis 1998 stellvertretender Vorsitzender des „Friedenskomitees 2000 für Entmilitarisierung, Truppenabzug und Selbstbestimmung“. Rolf Stolz ist heute Autor u.a. der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ und der Zeitschrift „COMPACT“.

Beiträge:
Manfred Kleine-Hartlage
Manfred Kleine-Hartlage ist Jahrgang 1966, Diplom-Sozialwissenschaftler in der Fachrichtung Politische Wissenschaft und bekannt als konservativer Islam- und Globalismuskritiker. Er betreibt einen politischen Blog: Korrektheiten und schreibt für Sezession im Netz und die Druckausgabe der Sezession. Im Juli 2013 ist Kleine-Hartlages grundsätzliche Auseinandersetzung mit den ideologischen Grundlagen des liberalen Systems in der Reihe Antaios Thema erschienen: Die liberale Gesellschaft und ihr Ende. Über den Selbstmord eines Systems (vergriffen). Bei Antaios publizierte Kleine-Hartlage außerdem „Neue Weltordnung“. Zukunftsplan oder Verschwörungstheorie? (reihe kaplaken, Bd. 30) sowie Warum ich kein Linker mehr bin (reihe kaplaken, Bd. 33).
Sigmar Faust
Siegmar Faust, geboren 1944, studierte Kunsterziehung und Geschichte in Leipzig. Seit Ende der 1980er Jahre ist Faust Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), heute als Kuratoriums-Mitglied. Von 1987 bis 1990 war er Chefredakteur der von der IGFM herausgegebenen Zeitschrift „DDR heute“ sowie Mitherausgeber der Zeitschrift des Brüsewitz-Zentrums, „Christen drüben“. Faust war zeitweise Geschäftsführer des Menschenrechtszentrums Cottbus e. V. und arbeitete dort auch als Besucherreferent, ebenso in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Er ist aus dem Vorstand des Menschenrechtszentrums ausgetreten und gehört nur noch der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik und der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft an.

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Autor des Buches:
Werner Olles
Werner Olles, Jahrgang 1942, war bis Anfang der 1980er Jahre in verschiedenen Organisationen der Neuen Linken (SDS, Rote Panther, Jusos) politisch aktiv. Nach grundsätzlichen Differenzen mit der Linken Konversion zum Konservativismus und traditionalistischen Katholizismus sowie rege publizistische Tätigkeit in Zeitungen und Zeitschriften dieses Spektrums. Bis zu seiner Pensionierung Angestellter in der Bibliothek einer Fachhochschule, seither freier Publizist.

Beiträge:
Gerald Haertel
Gerald Haertel ist 64 Jahre alt, gelernter Verlagsbuchhändler, war 33 Jahre in der Musikbranche tätig, u.a. bei Firmen Ariola und Virgin-Records. Lebt in Süddeutschland.

Beiträge:
Dr. Jens Woitas
Jens Woitas, geboren 1968 in Wittingen (Niedersachsen), verheiratet, lebt (mit einigen Unterbrechungen) seit 1970 in Wolfsburg. Abitur 1988, dann Zivildienst und Tätigkeit als Gartenarbeiter. Studium der Physik in Clausthal-Zellerfeld und Tübingen, dann Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften in Heidelberg (1999). Wissenschaftlicher Mitarbeiter an astronomischen Forschungsinstituten in Tübingen, Heidelberg und Tautenburg (1995-2005), dann Unternehmensberater. Seit 2011 Erwerbsunfähigkeitsrentner. Von Kindheit an lebhaft an Politik, Geschichte, Literatur und Religion interessiert, Mitglied der evangelisch-lutherischen Kirche und von 2017 bis 2020 Mitglied der Partei DIE LINKE. Neben einer Reihe von Artikeln in astronomischen Fachzeitschriften auch Autor einer autobiographischen Erzählung (Schattenwelten, Mauer Verlag, Rottenburg am Neckar 2009). In den letzten Jahren intensive Beschäftigung mit dem Denken des Neomarxismus und der „Neuen Rechten“ unter Einbeziehung französischer Originaltexte, insbesondere von Alain de Benoist und Jean-Claude Michéa.

Beiträge:
Autor der Bücher:
Klaus Kunze
Klaus Kunze, seit 1984 selbständiger Rechtsanwalt in Uslar, von 1970-71 Herausgeber eines Science-Fiction-Fanmagazins, von 1977 bis 1979 Korrespondent der Zeitung student in Köln, seit 1978 diverse Beiträge in genealogischen und heimatkundlichen Fachzeitschriften, seit 1989 Beiträge für politische Zeitschriften

Beiträge:
Bert Wawrzinek
Bert Wawrzinek wurde 1959 in Leipzig geboren und lebt heute im Stolpener Land. Im ersten Leben Rockmusiker, betreibt er seit 30 Jahren das Historica Antiquariat im Dresdner Barockviertel und ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur sächsischen Geschichte und Kultur.

Beiträge:
Hanno Borchert
Hanno Borchert, geb. 1959, Cuxhavener Jung von der Elbmündung. Schon in jungen Jahren wurde durch die Weltenbummelei (Südtirol, Balkan, Skandinavien, Indien, Iran, Indonesien u.a.) die Beigeisterung für die Sache der Völker geweckt.
Ausgebildeter Handwerkergeselle mit abgeschlossenem Studium der Wirtschaftswissenschaften. Bücherwurm seit Kindheitstagen an, musiziert und malt gerne und beschäftigt sich mit der Kunst des Graphik-Designs. Freischaffend.
„Alter Herr“ der schlagenden Studentenverbindung „Landsmannschaft Mecklenburgia-Rostock im CC zu Hamburg“. Parteilos. Ist häufig auf Konzerten quer durch fast alle Genres unterwegs. Hört besonders gerne Bluegrass, Country, Blues und Irish Folk. Großer Fan des leider viel zu früh verstorbenen mitteldeutschen Liedermachers Gerhard Gundermann.
Redakteur der alten wie neuen „wir selbst“, zwischendurch Redakteur der „Volkslust“.
Dr. Dr. Günther Nenning
Dr. Dr. Günther Nenning (1921-2006) war Journalist, Autor, Fernsehmoderator (Club 2) und Religionswissenschaftler. Er galt als „wendiger, intellektueller Vor- und Querdenker der Alpenrepublik“, als „Wahrheitssucher im Kostüm des Anarchisten“. Als Sozialist und Mentor der GRÜNEN während der Gründungsphase in Österreich engagierte er sich gegen das AKW Zwentdorf und wurde schließlich aus der SPÖ geworfen. Er bezeichnete sich selbst als „kulturdeutsch“ und „östereichischnational“. In „Grenzenlos deutsch“ und „Die Nation kommt wieder“ nahm Nenning zur nationalen Frage Stellung.

Beiträge:
Dr. Florian Sander
Dr. Florian Sander ist Soziologe und Politikwissenschaftler und arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Er ist Mitglied der Landesprogrammkommission und der Landesfachausschüsse „Außen- und Sicherheitspolitik“ und „Grundwerte, Kultur und Medien“ der AfD NRW sowie Kreisvorsitzender der AfD Bielefeld und Mitglied des Rates der Stadt Bielefeld. Er betreibt den Theorie-Blog „konservative revolution“ und schreibt für mehrere patriotische und alternative Medien. Programmatisch ist er klar verortet: Publizistisch und innerparteilich tritt er seit Jahren als entschiedener Verfechter eines Solidarischen Patriotismus in Erscheinung, der sich von liberalen Ansätzen abgrenzt. Als einer der „linken Leute von rechts“ gilt er Parteifreunden als „patriotischer Sozialist“: Gesellschafts-, identitäts- und staatspolitisch rechts; umwelt-, wirtschafts- und sozialpolitisch links.

Beiträge:
Dr. Markus Klein
Studium der Politischen Wissenschaften, Geschichte, Philosophie und Rechtswissenschaften; Dr. phil. (Thema: Ernst von Salomon); Nachdiplomstudium Marketing & Betriebswirtschaft. Nach diversen Berufsstationen heute tätig als international tätiger Business Developer und Innovationsberater im Bereich Rohstoffe.
Heino Bosselmann
Heino Bosselmann, geboren 1964, aufgewachsen in der Prignitz, studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien. Er schreibt seit Jahren für das Netztagebuch (dort finden Sie 143 lesenswerte Artikel von Heino Bosselmann) der Sezession.

Beiträge:
Alexander Heumann
Alexander Heumann studierte nach einigen Semestern Philosophie und Betriebswirtschaftslehre letztlich Rechtswissenschaften in Berlin, Mannheim und zuletzt Heidelberg, wo er beide juristische Staatsexamen ablegte. Seither Zulassung als Rechtsanwalt, seit 1997 in eigener Kanzlei, seit 2000 auch Fachanwalt für Familienrecht. Engagierten Publikationen in familienrechtlichen Fachzeitschriften folgten Gastbeiträge über Gott und die Welt in Zeitungen wie Junge Freiheit, Tichys, Crisis-Journal etc. Politischer Blog: http://heumanns-brille.de.

Beiträge:
Dr. André Kruschke
Dr. André Kruschke ist Rechtsanwalt, Publizist und Verleger. Er veröffentlicht laufend zu aktuellen rechtlichen und gesellschaftlichen Themen in ausgewählten Print- und Online-Medien des konservativen Spektrums. Mitte des Jahres 2024 gründete er den Verlag „Freyheit & Recht“, den er als Plattform für zahlreiche Publikationen aufbauen will, die sich aus rechtlicher und gesellschaftlicher Sicht mit der von elitären Kreisen forcierten Zerstörung freiheitlicher und demokratischer Nationalstaaten beschäftigen – und die nach Konzepten und Lösungen für deren Wiederaufbau suchen. Mehr über seine Person, seine Publikationen, seinen Verlag und seine Vorhaben sind seiner Homepage (www.andrekruschke.de) zu entnehmen.
Rainer Werner
Arbeitete 30 Jahre lang als Lehrer für Deutsch und Geschichte an unterschiedlichen Schulen Berlins. Verfasste zahlreiche didaktische Lehrwerke für den Deutschunterricht, die im Ernst Klett Verlag und Schroedel Verlag publiziert wurden.
Publizierte in seinem eigenen nicht-kommerziellen Verlag Auriga Bücher zur Kunst, Geschichte und Pädagogik.
Verfasste Artikel zu pädagogischen Themen für verschiedene Tageszeitungen. Hielt Vorträge zu pädagogischen und didaktischen Themen. Führte Seminare und Workshops zur Weiterbildung der Lehrer durch. Beteiligte sich an Streitgesprächen im Rundfunk zu Fragen der Bildung.
Dr. Dr. Thor von Waldstein
Thor v. Waldstein, geboren 1959 in Mannheim, studierte Rechtswissenschaft, Geschichte, Philosophie, Politikwissenschaft und Soziologie an den Universitäten München, Mannheim und Heidelberg. Seit 1989 ist er als Rechtsanwalt und Publizist tätig. Im gleichen Jahr wurde er bei Bernard Willms an der Ruhr-Universität Bochum mit der Dissertation Die Pluralismuskritik in der Staatslehre von Carl Schmitt zum Dr. rer. soc. promoviert. Im Jahr 1992 dann Promotion zum Dr. iur. in Mannheim.
In den vielen Jahren seiner politischen Publizistik analysierte und kritisierte er vor allem den Liberalismus als vermeintlich freiheitlich(st)e Herrschaftsform und rückte dabei zuletzt auch den Kapitalismus als »siamesischen Zwilling« in den Fokus.
In den vergangenen Jahren veröffentlichte Thor v. Waldstein vor allem im Verlag Antaios (Schnellroda) und der Zeitschrift Sezession. Letzte umfassendere Publikation: Die entfesselte Freiheit. Vorträge und Aufsätze wider die liberalistische Lagevergessenheit, Schnellroda 2017.

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Thor Kunkel
Thor Kunkel, geboren 1963 in Frankfurt am Main, studierte bildende Kunst und arbeitete von 1985 bis 1992 für Werbung und Film. Für seinen ersten Roman „Das Schwarzlicht-Terrarium“ wurde er beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit dem Ernst-Willner-Preis ausgezeichnet. Sein nächster Roman „Endstufe“ über die Pornofilmindustrie im Dritten Reich löste eine heftige Debatte in den Feuilletons aus. Thor Kunkel hat außerdem mehrere Hörspiele geschrieben.
Biographisches auf der Thor Kunkels Internetseite (www.thor-kunkel.com)
Ich bin ein Mensch des Gleichgewichts. Ich lehne mich instinktiv nach links, wenn der Kahn rechts zu kentern droht – und umgekehrt. (THOMAS MANN, 1934, in einem Brief an Karl Kerényi)
Naturphilosophie und Biologie, Andy Warhol und Stanley Kubrick, Pulp-Fiction und die Utopie des III. Reiches, Cargocult und gesellschaftskritische Dystopien – sie bilden den intellektuellen Hintergrund Thor Kunkels, einer Ausnahmeerscheinung unter den Repräsentanten der neuen „rebellischen“ , von den Mainstream Medien ausgeblendeten deutschen Gegenkultur, die sich dem Konsens eines ideologisch manipulierten Weltbilds verweigert.
Der Schriftsteller galt Volker Weidermann, Feuilleton-Chef der FAS, bis 2004 als ein Hoffnungsträger der deutschen Gegenwartsliteratur.
Der Ernst-Willner-Preisträger wurde jahrelang von den Medien hofiert und vom Literaturbetrieb mit Stipendien gefördert. Das alles ändert sich schlagartig nach einer vom Spiegel lancierten Rufmord-Kampagne, die dem Autor – anhand eines von Kunkel verfassten Werkstattberichts „Revisionismus“ unterstellte. Was folgte war einer der heftigsten Literaturskandale der Gegenwart. Nie zuvor wurde ein Autor von den Medien dermaßen „hart, unerbittlich, um nicht zu sagen, gnadenlos“ (Volltext, 9/08) gejagt und beschimpft.
Dem 2004 von den Medien formulierten Kulturvorbehalt folgte die intellektuelle Ausbürgerung des Schriftstellers. Seine Romane werden demonstrativ von den Feuilletons, die sich als verlängerten Arm der Political Correctness verstehen, ignoriert oder nur schubweise rezensiert –, damit Kunkels erzählerisches Werk allmählich in Vergessenheit gerät. Die Vernichtung des Künstlers soll wie im Stalinismus durch gezieltes Verschweigen geschehen.
Schaut man sich Kunkels Bibliografie genauer an, stellt man allerdings fest, dass das Thema „III. Reich“ nur eines von vielen ist: Auch utopisch-technische Romane („Schaumschwester“), mit Herzblut geschriebene Noir-Krimis (“Kuhls Kosmos“) und eine beißende Gesellschaftskritik wie „Subs“ (verfilmt 2018 als HERRliche Zeiten von Oskar Roehler) belegen die Bandbreite dieses Autors, den manche Kritiker zu den besten Schriftstellern der jüngeren, deutschen Gegenwart zählen.
Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet Thor Kunkel heute als Kreativ-Direktor einer Schweizer Werbe-Agentur, – eine „Industrietätigkeit“, wie er meint. Berufliche Stationen waren u. a. führende Agenturen wie Young & Rubicam, GGK London, Team BBDO, Scholz & Friends, Wunderman Cato Johnson und McCann-Erickson Amsterdam, wo er einige preisgekrönte Kampagnen entwarf. Nebenbei engagierte sich Kunkel immer wieder für humanitäre Hilfsorganisationen wie Mensen in Nood, die Stiftung „S.A.N.E. – A National Emergency“ und die niederländische SIRE – Stichting Ideele Reclame.

Beiträge:
Peter Backfisch
Peter Backfisch ist 68 Jahre alt, Dipolm Pädagoge, 38 Jahre bei einer NGO in der Sozialwirtschaft angestellt. Er war dort Vorstandsreferent für Europapolitik. Tätigkeiten im Rahmen von EU- und Weltbankprojekten in Ländern der EU und in Nordafrika.
Am 28.11.2020 gab er der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT ein Interview über die Machenschaften von NGOs in der Bildungs- und Entwicklungspolitik.

Beiträge:
Boris Blaha
geb. 1960 in München; Studium von Geschichte, Soziologie, Sozial- und Kulturwissenschaften an den Universitäten Würzburg, Regensburg und Bremen, M.A.; Gründungsmitglied „Hannah Arendt Preis für politisches Denken“, Fortsetzung als Hannah-Arendt-Blog; wirtschaftlich unabhängig, schreibt für TUMULT, Globkult, The European und andere.
Claudio Michele Mancini
Claudio Michele Mancini wurde am 26. Dezember 1945 als Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters geboren und ist ein deutsch-italienischer Schriftsteller. Nach dem Abitur studierte er in München Psychologie und arbeitete als Dozent ind Unternehmensberater in verschiedenen Ländern, u.a. in den USA. Bekannt wurde er durch sein Romandebüt Infamità (2006). In diesem Thriller beschreibt er psychologische Konstellationen des italienischen Gegenwartsalltags sowie Machtkämpfe innerhalb der Cosa Nostra zwischen Mafia-Paten und deren Rivalen.
Mancini lebt seit Jahren in Sizilien in der Nähe von Cefalu.
Lesenswert ist sein politsatirischer Blog „Mancinis Scharfblick“: https://politsatirischer.blogspot.com/2023/08/cem-auf-dem-weg-zur-gailtalerin-auf-der.html?fbclid=IwAR27wvKBRw1GXM1rY0hWjnBf65TeEkNsXHbGLBo5kXrZT_IXaYszlhzXCmk&m=
Dr. Martin Grosch
Dr. Martin Grosch, geboren 1969, Ministerialrat, Studium der Geschichte und Geographie in Marburg, Promotion zum Thema „Johann Victor Bredt. Konservative Politik zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus. Eine politische Biographie.“ Langjährige Tätigkeit als Lehrer für Geschichte, Erdkunde, Politik und Wirtschaft an Oberstufengymnasien. Dort Durchführung zahlreicher geo- und sicherheitspolitischer Seminare. Vorträge an der Universität Köln und an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg zu historischen und geo- bzw. sicherheitspolitischen Themen und Lehrauftrag 2009/10 an der Universität Köln zum Thema „Karten im Geschichtsunterricht.“ Mitglied der „Namibia Scientific Society “, der „Scientific Society Swakopmund“ und des „Arbeitskreises Militärgeschichte“. Oberstleutnant d.R., derzeit beordert beim Landeskommando Hessen als Pressestabsoffizier. Zahlreiche Reisen in das südliche Afrika, in den Nahen Osten, China, Russland und Osteuropa. Dabei intensiver Austausch mit relevanten Akteuren und Recherche vor Ort.
Prof. Dr. Heinz Theisen
Prof. Dr. Heinz Theisen lehrte bis 2020 Politikwissenschaft an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen und an Universitäten im Nahen Osten. Er arbeitet als freier Autor u. a. für die Neue Zürcher Zeitung, Tichys Einblick und Die Neue Ordnung. Schwerpunkte sind: die Rolle des Westens in der neuen Weltordnung, Konflikte der Kulturen, Europa und der Nahe Osten. Der Autor ist Professor für Politikwissenschaft und derzeit Gastprofessor beim Mathias Corvinus Collegium in Budapest. Er ist Autor des 2022 erschienenen Buches „Selbstbehauptung, Warum Europa und der Westen sich begrenzen müssen“.
Michael Dangel
Michael Dangel, geboren 1968 in Heilbronn, studierte ab 1987 an der Universität Mannheim Wirtschaftswissenschaften. Seit 1999 ist er als Steuerberater bestellt und seit 2001 selbständig.
Schwerpunkt seiner publizistischen Tätigkeit ist das Spannungsverhältnis zwischen Staat und Individuum sowie damit verbunden das Verhältnis zwischen Individuum und Gemeinschaft.
Ursprünglich wirtschaftspolitisch noch in der Tradition der Freiburger Schule des Ordoliberalismus stehend haben ihn das notorische Staatsversagen seit der Weltwirtschaftskrise 2008 sowie die Corona-Exzesse der staatlichen Behörden zu einem Vertreter der Österreichischen Schule, also zu einem Libertären, werden lassen.
Wolfgang Hübner
Geboren im Trump-Jahrgang 1946 in Frankfurt am Main. Abgeschlossene Ausbildung als Verlagskaufmann, von 1973 bis 2009 erst Redaktionsassistent, dann Kulturjournalist beim deutschen Dienst der Nachrichtenagentur Associated Press in Frankfurt, dort auch langjähriger Betriebsratsvorsitzender. Aktiver Teilnehmer der APO 1966 bis 1969. 1994 Gründer der kommunalen Freiern Wählergruppe Bürger Für Frankfurt (BFF), von 2001 bis 2016 Stadtverordneter und Fraktionsvorsitzender im Römer, nach dem freiwilligen Ausscheiden aus der aktiven Politik seitdem Ehrenvorsitzender der BFF. Von 2013 bis 2014 Mitglied der AfD und stellvertretender Sprecher im hessischen Gründungsvorstand der Partei. Seit vielen Jahren parteiunabhängiger Verfasser politischer Kommentare bei PI News und Facebook. Verfasser der politischen Biographie von 1965 bis 2025 „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“.
Das Buch ist 2025 im Engelsdorfer Verlag Leipzig erschienen. info@engelsdorfer-verlag.de – Es kostet 24.80 Euro im Buchhandel
ISBN 978-3-69095-029-9
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