Selbstverständnis

Wir selbst – Zeitschrift für nationale Identität

wir selbst ist ein Zeitschriftenprojekt, das sich vorrangig für die Bewahrung, Stärkung und Weitergabe unserer nationalen Identität einsetzt. Erst wenn wir uns der Bedeutung und des Wertes unserer Identität als Volk wieder bewußt werden, gibt es eine Grundlage für den gemeinsamen politischen Willen zur Wahrnehmung und Durchsetzung unserer nationalen Interessen.

Die Redakteure der Zeitschrift wir selbst bekennen sich zu rechtsstaatlichen und demokratischen Werten, die in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder gegen dynastische Interessen und unterschiedliche Ausformungen der Obrigkeitsstaatlichkeit, Willkürherrschaft und Tyrannei erkämpft werden mußten. Wir setzen uns dafür ein, die freiheitlichen und demokratischen Traditionen unseres Volkes wachzuhalten und wieder neu zu beleben, um den Gefahren, denen unser Rechtsstaat im Inneren durch eine immer unkontrollierbarere Parteienherrschaft und immer dreistere mediale Manipulationen ausgesetzt ist, begegnen zu können. Bedroht sind die Demokratie und unsere nationale Souveränität und Selbstbestimmung aber auch von außen: durch Tendenzen zu einem EU-Zentralstaat, durch die kritiklose Hinnahme und Förderung einer Globalisierung, die ausschließlich Konzern- und Kapitalinteressen dient.

Wir möchten Überlegungen und theoretischen Ansätzen für eine Stärkung der deutschen parlamentarischen Demokratie durch Elemente der direkten Demokratie größere Beachtung schenken. In den wesentlichen politischen Fragen unserer Nation müssen Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild als Korrektive der repräsentativen Demokratie ermöglicht werden.

Die Zeitschrift wir selbst fühlt sich der ethnopluralistischen Grundeinsicht verpflichtet, daß Völker als geschichtlich gewachsene Sprach-, Kultur- und Abstammungsgemeinschaften die Menschen in besonderer Weise zu Solidarität befähigen und sie zu politischen Einheiten streben lassen (Katalonien, Schottland, Südtirol, Kurdistan). Im Idealfall politisieren und formieren sich ethnische Identitäten zu Nationalstaaten.

Die Vielfalt der Völker dieser Erde bedeutet nicht nur einen enormen kulturellen Reichtum, den wir für erhaltenswert halten, sondern zugleich auch den besten Schutz gegen Anmaßungen universalistischer Ideologien mit imperialistischen Machtansprüchen. Wir lassen uns von dem Gedanken leiten, daß jedes Volk einzigartig und alle Völker gleichwertig sind. Somit lehnen wir jede Form der ethnischen Hierarchisierung ab.

2001 nahm die UNESCO eine Deklaration zur kulturellen Vielfalt an, in deren erstem Artikel es heißt:

”Im Laufe von Zeit und Raum nimmt die Kultur verschiedene Formen an. Diese Vielfalt spiegelt sich wieder in der Einzigartigkeit und Vielfalt der Identitäten, die die Gruppen und Gesellschaften kennzeichnen, aus denen die Menschheit besteht. Als Quelle des Austauschs, der Erneuerung und der Kreativität ist kulturelle Vielfalt für die Menschheit ebenso wichtig wie die biologische Vielfalt für die Natur. Aus dieser Sicht stellt sie das gemeinsame Erbe der Menschheit dar und sollte zum Nutzen gegenwärtiger und künftiger Generationen anerkannt und bekräftigt werden.“

Damit stehen für das 21. Jahrhundert sowohl die kulturelle Diversität als auch die Selbstbestimmung der Völker als Grundlage der Demokratie auf der Tagesordnung. Der Zusammenhang von Ethnos und Demos ist dabei durchaus komplex, wie die soziologische Volkstheorie frühzeitig gezeigt hat.

Aufrichtige Solidarität zwischen Völkern und Kulturen, also „zwischenvolkliche bzw. interkulturelle Empathie und Beistand, bedarf eines dialogischen Zugangs zum eigenen Selbst“, wie es einmal der verstorbene Kultursoziologe Henning Eichberg formulierte.

Unter dem Eindruck der neuen Erfahrungen von Migration und Flüchtlingsbewegungen seit 2015, aber auch der aktuellen interkulturell-philosophischen Diskurse, Stichwort „Ethnophilosophie“, ist es für „uns“ an der Zeit, den Begriff des „Ethnopluralismus“ neu und ergebnisoffen zu diskutieren und zu schärfen.

Ökologisch handeln heißt bewahren. Diese konservativ-revolutionäre Erkenntnis möchten wir stärker in die politische Diskussion einbringen und das Bewußtsein für eine ökologische und konservative Ethik, wie sie beispielsweise von Herbert Gruhl formuliert wurde, stärken. Auf der Grundlage einer organischen und biologischen Weltanschauung richtet sich unsere Kritik ebenso gegen den technikvergötternden Wachstumsfetischismus einer auf stetige Konsumsteigerung und Ressourcenausbeutung ausgerichteten Industriegesellschaft auf dem Wege in eine digitale Gesellschaft mit neokolonialistischen Auswüchsen, wie auch gegen eine teils unwissenschaftliche und bereits pseudoreligiöse Züge annehmende Klimarettungshysterie.

Wir sehen den zunehmenden Verlust des Politischen in Deutschland auch in der Nichtbeachtung geopolitischer Gesetzmäßigkeiten. Die fragile Lage unseres Landes in der Mitte Europas im Spannungsfeld eines fortbestehenden und sich verschärfenden Ost-West-Gegensatzes erfordert eine Neubewertung und Neuorientierung der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Unsere geschichtlichen Erfahrungen legen es zwingend nahe, jede Form der konfrontativen Politik gegenüber unseren östlichen Nachbarn und vor allem gegenüber Rußland zu vermeiden. Wir möchten unser Zeitschriftenprojekt nutzen, um alternativen geopolitischen Entwürfen Raum zur Erörterung zu geben.

Wir verstehen unsere Zeitschrift als nonkonforme Denkwerkstatt, in der Autoren, Mitarbeiter und Förderer aus der demokratischen Rechten wie demokratischen Linken miteinander uneinig oder einig sein können. Wir wünschen uns Debatten, Diskussionen und auch harte intellektuelle Auseinandersetzungen um die wesentlichen Fragen unseres Volkes und unserer Nation.

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