von Gerald Haertel
Aloha Heja He – Achim Reichel, eine deutsche Rocklegende
Mint + Die alternative Scheibenschau
In dieser Rubrik werden Tonträger sowohl aus meiner eigenen, umfangreichen Schallplattensammlung als auch Neuerscheinungen vorgestellt.
Die in der Überschrift verwandte Bezeichnung „Mint“ stammt aus dem Englischen und ist international unter Sammlern ein anerkanntes Qualitäts- und Gütesiegel
zum Zustand der Platte und der dazugehörigen Hülle bzw. Verpackung. Wenn Sie hinter einem Angebot die Bemerkung m/m lesen, dann können Sie davon ausgehen, dass der angegebene Titel im einwandfreien Zustand ist. Mit einem angehängten Minus- oder Pluszeichen lässt sich das Ganze noch ein wenig ausdifferenzieren.
Wenn ich, lieber Leser, Scheiben älteren Datums vorstelle, empfehle ich, falls sie den Titel käuflich erwerben wollen, vorher ein wenig im Netz zu recherchieren. Meist findet man ihn für schmales Geld im oft sehr guten Zustand. Bei Neuheiten empfiehlt es sich sowieso, ein halbes Jahr zu warten, dann purzeln die Preise wie von selbst. Die Veröffentlichungsflut lässt aus ökonomischen Gründen gar nichts anderes zu.

Aloha Heja He – Achim Reichel, eine deutsche Rocklegende
Was für eine Zahl: 62 Jahre währt nun die Karriere von Achim Reichel bereits. 1960 gründete er mit 16 Jahren seine Beatband „The Rattles“, die damals als deutsches Pendant zu den englischen „Beatles“ gehandelt wurde. In den 70er Jahren wandte er sich immer mehr dem deutsch-sprachigen Gesang zu, neben Seemannsliedern entdeckte er für sich auch immer wieder die klassische deutsche Lyrik. Auf seiner LP „Regenballade“ vertonte er 1978 etwa Texte von Theodor Fontane, Johann Wolfgang Goethe, Ina Seidel oder Else-Lasker Schüler glaubwürdig ins Rock-Idiom. Es gab sogar Deutsch-Lehrer, die das bekannte „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ in der rockigen Version von Achim Reichel ihren Schülern näherbrachten.
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