Disneys identitärer Ausrutscher – König der Löwen (1994)

von Carsten Jung

Disneys identitärer Ausrutscher – König der Löwen (1994)

Wer kennt ihn nicht? „König der Löwen“ ist der bisher erfolgreichste Zeichentrickfilm aller Zeiten. Aber wer weiß, dass der Film rechts ist? Schon 1994 reagierte die Linke gereizt. So lautete ein Kommentar in der Zeit: „Triumpf des Willens – Disneys „König der Löwen“ feiert das Recht des Stärkeren“. Und tatsächlich, hinter dem bunten Kinderfilm mit den lustigen Tieren verbirgt sich eine erzkonservative, identitäre Gesinnung!

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Oktober 1944: Die Befreiung von Nemmersdorf. Eine Comic-Besprechung

von Gerald Haertel

Oktober 1944: Die Befreiung von Nemmersdorf. Eine Comic-Besprechung

Im Herbst 1944, als eine Vorhut der Roten Armee über die ostpreußische Ortschaft Nemmersdorf herfiel, begann für Millionen Ostdeutsche das Ende ihrer mehrhundertjährigen Geschichte. Das „Massaker von Nemmerdorf“ war der grausige Vorbote von Flucht und Vertreibung, mit der im Deutschen Osten alles zerfiel in Haß, Hunger, Entwürdigung, Angst und Tod. Über 2 Millionen Deutsche Landsleute überlebten diese Katastrophe nicht.

Kann man diese schreckliche Geschichte in einem Bilderroman erzählen? Man kann. Dem Zeichner Paul Freytag und dem Autor Markus Pruss ist etwas gelungen, das in der hiesigen Comic-Landschaft ein Novum ist, und zwar die traumatische Geschichte von deutschen Opfern im 2. Weltkrieg zeichnerisch zu erzählen. Die beiden haben in Archiven intensiv zu den Vorgängen in Nemmersdorf geforscht, haben sogar noch lebende Zeitzeugen gefunden und befragt. Ohne dieses enorme Engagement für das Thema und ihre Begeisterung für eine Umsetzung in Comicform wäre dieser Band niemals Realität geworden.

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„Gesichert rechtsextremistisch?“ – Das Recht, der Volksbegriff und die Verfassungsschutz-Farce

von Klaus Kunze

„Gesichert rechtsextremistisch?“ – Das Recht, der Volksbegriff und die Verfassungsschutz-Farce

Viele Begriffe haben je nach Sachzusammenhang unterschiedliche Bedeutungen. Farce ist in der französischen Küche eine Füllung. Auf der Bühne steht das Wort für eine Pauseneinlage oder Lückenfüllung durch eine eine Posse eines Pausenclowns. Das Wort wurde dann allgemein für jede Verhöhnung benutzt, für als wichtig hingestellte, im Grunde aber lächerliche Angelegenheiten.

Wie sich absolutistische Könige zuweilen Hofnarren hielten, benötigen auch parlamentarische Regierungen ihrer Hofnarren, Böhmermänner und Pausenclowns. Sie haben nichts Eigenständiges im Repertoire, sondern reihen bedeutungsschwere Worte scheinbar sinnig aneinander. Dadurch erzeugen sie in dafür empfängerlichen Gemütern johlenden Beifall und närrische Freude.

Angela Pley ist die Pressesprecherin des Verfassungsschutz-Präsidenten Thomas Haldenwang. Am 26.April ließ er sie mit bedeutungsschweren Worten verkünden, das »Institut für Staatspolitik« (IfS) sei ebenso wie der Verein »Ein Prozent« und die »Junge Alternative«, der AfD-Nachwuchs, als »gesichert rechtsextremistisch« einzustufen.

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„Giant Sand“ in Heidelberg. Eine Nachlese.

von Oleksander Petrov

„Giant Sand“ in Heidelberg. Eine Nachlese.

Die graue Eminenz des amerikanischen Gitarrenundergrounds zu einem seltenen Besuch in Deutschland.

Irgendwo in einem Industriegebiet von Los Angeles, so um 1980 herum. Ein junger Typ mit Quadratschädel, einprägsamer sonorer Stimme und Gitarre lässig im Anschlag schart eine handvoll Musiker um sich, die Instrumente wie Mandoline, Wurlitzer, Akkordeon oder Trompete ins Rennen werfen. Not your everyday L.A. R’n’R Band, obviously. 

Es ist Howe Gelb, der die Band Giant Sand gründet, die heute schon lange als „graue Eminenz des US-amerikanischen Gitarrenundergrounds“ gilt. Es verwundert nicht, dass die laute, stinkende Metropole L.A. bald durch das ruhige, kleine (für US-Verhältnisse) und von klarer Wüstenluft verwöhnte Tucson, Arizona ausgetauscht wurde, der geographischen Entsprechung Gelb’s musikalischem Oevre. Es ist keine Übertreibung, wenn man sagt, dass er und seine Mitstreiter das Genre „Desert Rock“ geprägt haben, einen akustisch raum- und weitegenerierenden Sound, der die Wüstenlandschaften im Süden der USA vertont. Gelbs Projekte und Kollaborationen, allen voran Giant Sand, waren der Nukleus für eine ganzen Reihe von Bands, die von 1980 an „Desert Rock“ entwickelten und weitersponnen, so unter anderem Calexico, die hierzulande womöglich bekannter sind als Giant Sand selbst.

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Russland ist der Täter, der Westen der Verursacher

von Prof. Dr. Heinz Theisen

Russland ist der Täter, der Westen der Verursacher

Aus der moralischen und völkerrechtlichen Perspektive liegt die Schuld und Täterschaft des Ukraine-Krieges allein bei Russland.

Aus Sicht des geopolitischen Realismus hat jedoch der Westen durch die Infragestellung der russischen Selbstbehauptungsfähigkeit den Angriffskrieg von Russland provoziert und schwere Mitschuld in der Vorgeschichte des Krieges auf sich geladen.

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Der deutsche Michel: von der Unfähigkeit zum Widerstand

von Klaus Kunze

Der deutsche Michel: von der Unfähigkeit zum Widerstand

Politische Apathie hat unser Land erfaßt. Wie Kaninchen auf die Schlange starren Millionen Deutsche entsetzt auf die Mattscheibe: Wo hat sich der Messermob heute wieder ausgetobt? Wie soll ich meine Heizkosten bezahlen? Bis wann darf ich meine Heizung benutzen?

Sie fallen von einer Ohnmacht in die andere: Alle Angstpropaganda haben sie geglaubt, den Corona-Befehlen haben sie gehorcht, die aufmarschierte Staatsmacht trieb die wenigen Mutigen zu Paaren. Bloß nicht auffallen! Bloß nicht als Quertreiber oder Extremist gelten! Sie murrten, aber sie kuschten. So gewöhnten sie sich an ihre neue Unterwürfigkeit.

2015 kam eine Million Fremder in unser Land. Inzwischen werden es immer mehr. Hilflos wie Kinder mit großen, entsetzten Augen stehen sie dumm herum, wenn in ihrem Dorf bald mehr orientalische junge Männer wohnen sollen als deutsche Einwohner. Sie verstehen die Welt nicht mehr, sie verstehen ihre SPD nicht mehr. Neben ihrem Bett könnte eine Bombe explodieren, und sie würden immer noch nichts begreifen. Und die Rechnung ihres Staates für diese Bombe, die würden sie auch noch bezahlen.

Einst hatte man vom stets verschlafenen deutschen Michel gesprochen. Lenin hatte über uns gespottet: Wenn Deutsche in einer Revolution einen Bahnhof stürmen würden, würden sie vorher noch eine Bahnsteigkarte kaufen. Zu unserer traditionellen Knechtseligkeit kommen aber strukturelle Gründe aus den Tiefen der Ideologie, mit der man uns seit Jahrzehnten täglich einseift.

Der deutsche Michel in der Gewalt der Zensur, Karikatur von Johann Richard Seel (1842)
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Osterreiter im Sorbenland

von Bert Wawrzinek

Osterreiter im Sorbenland

Noch aus der Ferne schält sich die Silhouette der Reiterprozession heraus, tragen Windböen Liedfetzen zu den Wartenden beidseits der Straße. „Christus ist heute auferstanden“ (Dzens Chrystus z mortwych stanyl je), heißt ein sorbischer Osterchoral, der vom Triumph des Lebens über den Tod kündet. In Paaren reiten sie heran, die Spitze mit Kirchenfahnen, Kruzifix und der Marien-Statue, dann in feierlichem Ernst der Zug: Alte und junge Männer, festlich angetan mit Gehrock und Zylinder, auf herausgeputzten Pferden in kostbarem Geschirr, gestickte Schleifen im Schweif, das Osterlamm auf den Schabracken. Es ist windig und mancher Reiter hat zu tun, den Hut auf dem Kopf und sein Pferd in der Spur zu halten und doch: Wer an diesem Ostersonntag nach einem Sinnbild für das Heilige sucht, wird nicht unberührt bleiben, hier am Weg der Kreuzreiter von Crostwitz nach St. Marienstern. Was aber hat es mit dem katholischen Brauchtum im doch protestantisch geprägten Sachsen auf sich?

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Zeitschriftenbesprechung BAHAMAS: Ich singe aus Angst vor dem Dunkeln ein Lied Und hoffe, dass nichts geschieht. 

von Lothar Esser

Zeitschriftenbesprechung BAHAMAS: Ich singe aus Angst vor dem Dunkeln ein Lied Und hoffe, dass nichts geschieht. 

Die 1992 als links-antideutsche Zeitschrift aus den Restbeständen des Kommunistischen Bundes (KB) hervorgegangene „Bahamas“ versteht sich heute als ideologiekritische Zeitschrift. Reaktionssitz ist seit vielen Jahren mittlerweile Berlin.


Das Cover der aktuellen Ausgabe Nr. 91 Frühjahr 2023 zeigt eine Sahra Wagenknecht, die sich auf dem Gelände der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin an einen Baum anlehnt und sich dem Betrachter zuwendet. Das untere Fünftel der Titelseite gibt einen Vers wieder:

„Ich singe aus Angst vor dem Dunkeln ein Lied
Und hoffe, dass nichts geschieht“

Die Worte entstammen der ersten Strophe des Liedes „Ein bißchen Frieden“, mit dem die damals siebzehnjährige Nicole beim Eurovision Song Contest am 24. April 1982 im englischen Harrogate als letzte der achtzehn Teilnehmer auftrat und den Titel nach Deutschland holte. Schaut man auf Wikipedia den Texteintrag zu dem Lied nach, stößt man unter „Kritik“ auf Bemerkungen, wonach das Lied eine „für die Bundesrepublik typische, für das Ausland jedoch rätselhafte „Mischung aus romantischer Emotionalität und hysterischer Weltuntergangsstimmung“ repräsentiere. Bemerkenswert erscheint der Hinweis, dass das Lied wegen seiner ausgedrückten Hoffnung auf lediglich ein „bißchen Frieden“ von der damaligen Friedensbewegung „eher kritisch aufgenommen und bisweilen als Provokation empfunden“ worden sei.

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Krisen über Krisen – von Staatsversagen und globalistischen Profiteuren

von Klaus Kunze

Krisen über Krisen – von Staatsversagen und globalistischen Profiteuren

Die Spatzen pfeifen von den Dächern, daß wir in nicht nur einer Krise stecken. Es sind deren so viele, daß sich die Frage nach ihrem inneren Zusammenhang aufdrängt. Nach diesem müssen wir suchen.

Nehmen wir zunächst den Bestand auf: Demographiekrise, Rentenkrise, Finanzkrise, Legitimitätskrise, Medienkrise, Regierungskrise, Identitätskrise, Bildungskrise, Kulturkrise, Migrationskrise, Wehrkrise, Coronamaßnahmenkrise, Rohstoffkrise, Infrastrukturkrise, Biodiversitätskrise. Jede einzelne Krise ist in ihrer Ursächlichkeit begründungsbedürftig, aber nicht in einem kurzen Blogbeitrag wie diesem vollständig begründungsfähig. Auf jede einzelne bin ich an anderer Stelle schon ausführlich eingegangen. Ich reiße ihre Krisenhaftigkeit hier darum nur an, um zu Kausalzusammenhängen und Schlußfolgerungen zu gelangen.

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Süd-Tirol: “Das Recht auf die deutsche Muttersprache ist in Gefahr” – Interview mit Gudrun Kofler (FPÖ)

Süd-Tirol: “Das Recht auf die deutsche Muttersprache ist in Gefahr” – Interview mit Gudrun Kofler (FPÖ)

Das Interview führte die österreichische Redaktion der Internetplattform Heimatkurier: https://www.heimat-kurier.at/
Wir bedanken uns herzlich für die Genehmigung zur Nachveröffentlichung und empfehlen unseren Lesern, diese sehr informative Internetseite zu besuchen.

In Italien wird aktuell über eine mögliche Verfassungsänderung diskutiert, die weitreichende Konsequenzen für die deutsche Bevölkerung in Südtirol haben könnte. Wir haben bei der Tiroler FPÖ-Landtagsabgeordneten Gudrun Kofler nachgefragt, wo hier die Gefahren liegen, warum die österreichische Bundesregierung ihrer Verantwortung nicht nachkommt und wie Südtirol aktuell unter dem Migrationsansturm zu leiden hat.

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