Die Unmenschlichkeit der grünen Agenda

von Joel Kotkin

Die Unmenschlichkeit der grünen Agenda

Das „Nachhaltigkeits“-Regime führt zur Verarmung der Welt.

„Der Mensch ist das Maß aller Dinge“, schrieb der griechische Philosoph Protagoras vor über 2.500 Jahren. Leider neigen unsere heutigen Eliten dazu, dies nicht so zu sehen.

In den letzten Jahren hat das überstrapazierte Wort „Nachhaltigkeit“ ein Narrativ gefördert, in dem die menschlichen Bedürfnisse und Bestrebungen gegenüber der grünen Sparsamkeit von Net Zero und „Degrowth“ in den Hintergrund getreten sind. Die herrschenden Klassen des untergehenden Westens sind entschlossen, den Planeten zu retten, indem sie ihre Mitbürger verarmen lassen. Ihre Agenda wird die Welt in den nächsten 30 Jahren voraussichtlich 6 Billionen Dollar pro Jahr kosten. In der Zwischenzeit werden sie massive grüne Subventionen kassieren und wie Potentaten der Renaissance leben.

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Zum 10. Todestag des Schriftstellers Dominique Venner

von Werner Olles

Zum 10. Todestag des Schriftstellers Dominique Venner

* 16.April 1935 Paris, † 21.Mai 2013 Paris

Am 21. Mai 2013, kurz vor 15 Uhr, betrat der französische Schriftsteller Dominique Venner die Kathedrale Notre Dame de Paris, ging zum Altar und schoß sich eine Kugel in den Mund. Venner hinterließ einen Brief, um seine Tat zu erklären: „Da jedoch am Abend meines Lebens mein französisches und europäisches Vaterland in großer Gefahr schwebt, habe ich mich entschlossen zu handeln, solange es meine Kräfte noch zulassen. Während viele Menschen sich zu Sklaven ihres Lebens machen, verkörpert meine Geste eine Ethik des Willens. Ich übergebe mich dem Tod, um die trägen Geister aus ihrem Dämmerschlaf zu wecken. Ich erhebe mich gegen den Fatalismus. Ich erhebe mich gegen die Seelen zerstörenden Gifte und gegen den Angriff individueller Begierden auf die Anker unserer Identität, besonders auf die Familie, die intime Säule unserer Jahrtausende alten Zivilisation. Ebenso wie ich für die Identität aller Völker in ihren Heimatländern eintrete, erhebe ich mich zugleich gegen das vor unseren Augen begangene Verbrechen der Ersetzung unserer Völker durch andere. Ich verzichte auf den Rest Leben, der mir noch bleibt, für einen grundlegenden Akt des Protestes.“

Dominique Venner:
* 16.April 1935 Paris, † 21.Mai 2013 Paris
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Der Bundespräsident – eine staatspolitische Fassadenexistenz

von Winfried Knörzer

Der Bundespräsident – eine staatspolitische Fassadenexistenz

Das Neue Schloß in Stuttgart ist ein schöner Barockbau, harmonisch und gediegen in seiner Gestaltung. Dem Passanten bietet es sich als angenehmer Anblick dar, der den Augen einen wohltuende Erholung bietet, die von der kalten, allein der (kommerziellen) Nützlichkeit unterworfenen Funktionsarchitektur der sonstigen Innenstdt arg strapaziert werden. Eines Tages führte mich ein Anlaß ins Innere des Gebäudes, das eine Ministerialbürokratie beherbergt. Ich war entsetzt. Der Kontrast zur Fassade hätte nicht größer sein können. Das Innere besteht aus einer mechanischen Aneinanderreihung von Büroraumen, das sich von anderen Bürogebäuden nur dadurch unterscheidet, daß es noch trostloser, steriler, betonhafter ist und auf jeden Ansatz einer ästhetischen Differenzierung, Auflockerung, identifikatinsermöglichender Wohnlichkeit verzichtet. Das Neue Schloß ist Schloß nur als Fassade, im Inneren ist es etwas völlig anderes, eben nur ein Behälter für Büros. Daher hat es als Ganzes nichts Schloßhaftes mehr an sich. Daß es durch sein Äußeres suggeriert, dennoch ein Schloß zu sein, macht diesen Anspruch zur Heuchelei.

Das Neue Schloß in Stuttgart vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Heute, nach dem Wiederaufbau: im Inneren eine mechanische, trostlose, sterile Aneinanderreihung von Büroraumen einer Ministerialbürokratie.
Neues Schloß in Stuttgart, Hauptgiebel mit Königskrone, 1889

Der Bundespräsident ist das staatspolitische Pendant zur architektonischen Fassadenhaftigkeit des Stuttgarter Schlosses. Formell besitzt er den höchsten Rang im Staat, materiell hat er weniger Macht als ein mittlerer Ministrialbeamter oder der Landesvorsitzende einer Partei. Der Reichspräsident der Weimarer Republik war tatsächlich der mächtigste Mann im Staate, da die Regierung ihm gegenüber verantwortlich war und er – vor allem im Ernstfall – die letztliche Entscheidungsbefugnis über alles politische Handeln besaß. Eine solche mit großer realer Machtbefugnis einhergehende zentrale Rolle im Staatsgefüge hatten die Verfassungsgeber ihm eingeräumt, weil er die für die unverzichtbar gehaltene Funktion des Monarchen ausfüllen sollte. Diese Machtfülle wollte man in der Bundesrepublik angesichts der schlechten Erfahrungen der Jahre 1930 bis 33 dem Präsidenten nicht zu gestehen. Sie wurde so weit beschnitten, daß keine ernstzunehmende Kompetenz zurückblieb. Die Instanz des Präsidenten wurde radikal entkernt, nur die Fassade ließ man stehen.

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Wir ersticken an negativer Moral

von Alain de Benoist

Wir ersticken an negativer Moral

Die neue Moral beschreibt, was die Gesellschaft werden soll

Von allen Mitteln, die zur Einschränkung der Vorrechte des Politischen eingesetzt werden – das Recht, die Moral, die Ökonomie und die Technik –, ist die Moral das wohl gefährlichste. Inzwischen bar jeglicher Transzendenz, ist sie zu »Moralin« (Nietzsche) mutiert und hat zu dem geführt, was Arnold Gehlen zutreffend »die Hypermoral« genannt hat, also eine Hypertrophie der Moral. Das Gemeinwohl ist ein politisches Ziel, das nur mit politischen Mitteln erreicht werden kann. Wird vorgegeben, einzig im Namen von ›Werten‹ und ›moralischen‹ Postulaten zu handeln, dann sollte man nach den politischen Interessen und Zielen suchen, die damit vertuscht werden.

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Die deutsche Minderheit in Slowenien: “Volkstumsarbeit ist nicht chauvinistisch, sondern natürlich”

Interview mit Joachim Paul (AfD, Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz)

Die deutsche Minderheit in Slowenien: “Volkstumsarbeit ist nicht chauvinistisch, sondern natürlich”

Die Rolle und Position der slowenischen Minderheit ist in Österreich immer wieder mediales und politisches Thema – zuletzt etwa im Kärntner Wahlkampf. Die Redaktion des Heimatkuriers in Österreich hat vor diesem Hintergrund die Frage gestellt, wie es eigentlich umgekehrt um die Lage der deutschen Minderheit in Slowenien bestellt ist. Dafür haben die Redakteure beim AfD-Landtagsabgeordneten Joachim Paul (Rheinland-Pfalz) nachgefragt, der sich als Burschenschafter bereits seit Jahren für die Belange der deutschen Minderheit im Ausland einsetzt.

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Disneys identitärer Ausrutscher – König der Löwen (1994)

von Carsten Jung

Disneys identitärer Ausrutscher – König der Löwen (1994)

Wer kennt ihn nicht? „König der Löwen“ ist der bisher erfolgreichste Zeichentrickfilm aller Zeiten. Aber wer weiß, dass der Film rechts ist? Schon 1994 reagierte die Linke gereizt. So lautete ein Kommentar in der Zeit: „Triumpf des Willens – Disneys „König der Löwen“ feiert das Recht des Stärkeren“. Und tatsächlich, hinter dem bunten Kinderfilm mit den lustigen Tieren verbirgt sich eine erzkonservative, identitäre Gesinnung!

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Oktober 1944: Die Befreiung von Nemmersdorf. Eine Comic-Besprechung

von Gerald Haertel

Oktober 1944: Die Befreiung von Nemmersdorf. Eine Comic-Besprechung

Im Herbst 1944, als eine Vorhut der Roten Armee über die ostpreußische Ortschaft Nemmersdorf herfiel, begann für Millionen Ostdeutsche das Ende ihrer mehrhundertjährigen Geschichte. Das „Massaker von Nemmerdorf“ war der grausige Vorbote von Flucht und Vertreibung, mit der im Deutschen Osten alles zerfiel in Haß, Hunger, Entwürdigung, Angst und Tod. Über 2 Millionen Deutsche Landsleute überlebten diese Katastrophe nicht.

Kann man diese schreckliche Geschichte in einem Bilderroman erzählen? Man kann. Dem Zeichner Paul Freytag und dem Autor Markus Pruss ist etwas gelungen, das in der hiesigen Comic-Landschaft ein Novum ist, und zwar die traumatische Geschichte von deutschen Opfern im 2. Weltkrieg zeichnerisch zu erzählen. Die beiden haben in Archiven intensiv zu den Vorgängen in Nemmersdorf geforscht, haben sogar noch lebende Zeitzeugen gefunden und befragt. Ohne dieses enorme Engagement für das Thema und ihre Begeisterung für eine Umsetzung in Comicform wäre dieser Band niemals Realität geworden.

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„Gesichert rechtsextremistisch?“ – Das Recht, der Volksbegriff und die Verfassungsschutz-Farce

von Klaus Kunze

„Gesichert rechtsextremistisch?“ – Das Recht, der Volksbegriff und die Verfassungsschutz-Farce

Viele Begriffe haben je nach Sachzusammenhang unterschiedliche Bedeutungen. Farce ist in der französischen Küche eine Füllung. Auf der Bühne steht das Wort für eine Pauseneinlage oder Lückenfüllung durch eine eine Posse eines Pausenclowns. Das Wort wurde dann allgemein für jede Verhöhnung benutzt, für als wichtig hingestellte, im Grunde aber lächerliche Angelegenheiten.

Wie sich absolutistische Könige zuweilen Hofnarren hielten, benötigen auch parlamentarische Regierungen ihrer Hofnarren, Böhmermänner und Pausenclowns. Sie haben nichts Eigenständiges im Repertoire, sondern reihen bedeutungsschwere Worte scheinbar sinnig aneinander. Dadurch erzeugen sie in dafür empfängerlichen Gemütern johlenden Beifall und närrische Freude.

Angela Pley ist die Pressesprecherin des Verfassungsschutz-Präsidenten Thomas Haldenwang. Am 26.April ließ er sie mit bedeutungsschweren Worten verkünden, das »Institut für Staatspolitik« (IfS) sei ebenso wie der Verein »Ein Prozent« und die »Junge Alternative«, der AfD-Nachwuchs, als »gesichert rechtsextremistisch« einzustufen.

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„Giant Sand“ in Heidelberg. Eine Nachlese.

von Oleksander Petrov

„Giant Sand“ in Heidelberg. Eine Nachlese.

Die graue Eminenz des amerikanischen Gitarrenundergrounds zu einem seltenen Besuch in Deutschland.

Irgendwo in einem Industriegebiet von Los Angeles, so um 1980 herum. Ein junger Typ mit Quadratschädel, einprägsamer sonorer Stimme und Gitarre lässig im Anschlag schart eine handvoll Musiker um sich, die Instrumente wie Mandoline, Wurlitzer, Akkordeon oder Trompete ins Rennen werfen. Not your everyday L.A. R’n’R Band, obviously. 

Es ist Howe Gelb, der die Band Giant Sand gründet, die heute schon lange als „graue Eminenz des US-amerikanischen Gitarrenundergrounds“ gilt. Es verwundert nicht, dass die laute, stinkende Metropole L.A. bald durch das ruhige, kleine (für US-Verhältnisse) und von klarer Wüstenluft verwöhnte Tucson, Arizona ausgetauscht wurde, der geographischen Entsprechung Gelb’s musikalischem Oevre. Es ist keine Übertreibung, wenn man sagt, dass er und seine Mitstreiter das Genre „Desert Rock“ geprägt haben, einen akustisch raum- und weitegenerierenden Sound, der die Wüstenlandschaften im Süden der USA vertont. Gelbs Projekte und Kollaborationen, allen voran Giant Sand, waren der Nukleus für eine ganzen Reihe von Bands, die von 1980 an „Desert Rock“ entwickelten und weitersponnen, so unter anderem Calexico, die hierzulande womöglich bekannter sind als Giant Sand selbst.

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Russland ist der Täter, der Westen der Verursacher

von Prof. Dr. Heinz Theisen

Russland ist der Täter, der Westen der Verursacher

Aus der moralischen und völkerrechtlichen Perspektive liegt die Schuld und Täterschaft des Ukraine-Krieges allein bei Russland.

Aus Sicht des geopolitischen Realismus hat jedoch der Westen durch die Infragestellung der russischen Selbstbehauptungsfähigkeit den Angriffskrieg von Russland provoziert und schwere Mitschuld in der Vorgeschichte des Krieges auf sich geladen.

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