Konservativ oder rechts?

von Klaus Kunze

Konservativ oder rechts?

Emotionaler Zustand versus bewußtes Weltbild

Ohne rationales Denken und begriffliche Distinktion ist kein Durchblick möglich. Wer auf einer politischen oder medialen Bühne auftritt, läßt sehr schnell erkennen, wes‘ Geistes Kind er ist. Schlüsselworte wie Gerechtigkeit oder Freiheit sind verbale Feldzeichen im Getümmel der Meinungen.

Die bürgerlichen Kräfte stehen seit Jahren unter linkem Druck. Das Bürgertum ist der Linken in allen seinen Erscheinungsformen tief verhaßt. Es ist zugleich geistig weitgehend wehrlos und sprachlos. Sprachlos ist es, weil es die Worte und Schlüsselbegriffe verlernt hat, sein eigenes Denken auszudrücken. Wehrlos ist es, weil bürgerliche Feigheit überall vor den Zumutungen linker Kulturkämpfer einknickte und sich angesichts von Political Correctness willfährig sprachlos machen ließ. Zu den linken Hauptwaffen gehört seit Jahrzehnten die Verunglimpfung alles Bürgerlichen als faschistisch oder „Nazi“.

Wenn wir begrifflich und rational klären wollen, wer wir eigentlich sind und was wir wollen, müssen wir deutlich unterscheiden:

Konservativ zu sein ist eine allgemeine emotionale Haltung, rechts zu sein erfordert dagegen eine innere Entscheidung für konkrete, unverzichtbare Dinge wie Familie, Volk, politische Freiheit dieses Volkes und so fort. Rechts zu sein ist immer eine bewußt politische Haltung, bloß konservativ zu sein hingegen nicht.

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Der 90.000-Euro-Raub: Wie der Staat die bürgerliche Existenz vernichtet

von Andreas Schnebel

Der 90.000-Euro-Raub: Wie der Staat die bürgerliche Existenz vernichtet.

Eine Rechnung, die Sie nie erhalten sollten. Zwei Billionen Euro. Eine Zahl, so abstrakt, dass sie im politischen Rauschen Berlins verhallt. In den Nachrichten wird sie zur statistischen Randnotiz, irgendwo zwischen Klimazielen und Sondervermögen. Doch diese Abstraktion ist der beste Schutz der Täter. Denn solange der Schaden „volkswirtschaftlich“ bleibt, tut er niemandem weh.

Holen wir die Katastrophe also dorthin, wo sie hingehört: an Ihren Küchentisch. Auf Ihr Girokonto. In Ihre Lebensplanung.

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Wandel durch Annäherung

von Hanno Borchert

Wandel durch Annäherung

„Wandel durch Annäherung“ war der berühmte Grundsatz der neuen Ostpolitik der Bundesrepublik Deutschland unter Willy Brandt und seinem Berater Egon Bahr in den sechziger und siebziger Jahren. In den achtziger Jahren wurde er von Helmut Schmidt und Helmut Kohl weitergeführt. Anstatt die DDR und den Ostblock durch Konfrontation und Isolation zu schwächen, wie es zuvor die Hallstein-Doktrin vorsah, sollte durch kontrollierte Annäherung, Verträge, Handel und menschliche Kontakte schrittweise Veränderung ermöglicht werden, also „Wandel durch Annäherung“ statt nur „Wandel durch Abschreckung“.

Das Ziel war, langfristig die Teilung Deutschlands und Europas zu überwinden, nicht durch Gewalt oder Ultimaten, sondern durch Entspannung und kleine Schritte der Zusammenarbeit. Bahr formulierte es prägnant: „Wir wollen die Mauer nicht verstärken, sondern abbauen, aber nicht mit dem Brecheisen, sondern mit Bohrmaschinen.“

Letztlich war es eine Erfolgsgeschichte. Millionen Deutsche konnten reisen, Familien sich wiedersehen, und die Spannungen nahmen langsam, aber spürbar ab. Die Ostpolitik legte den psychologischen und politischen Grundstein für die Wiedervereinigung 1989/90. Die damalige Kritik, sie „zementiere“ die Teilung, erkenne die DDR indirekt an und belohne ein „Unrechtsregime“, erwies sich rückblickend als unbegründet.

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Deutscher Totentanz: Kein Volk – keine Identität – keine Souveränität

Neue Druckausgabe des Magazins wir selbst – Zeitschrift für nationale Identität

Deutscher Totentanz: Kein Volk – keine Identität – keine Souveränität

In der aktuellen Ausgabe des Magazins wir selbst (Zeitschrift für nationale Identität) unter dem Titelthema „Deutscher Totentanz – unser Volk ohne Identität und Souveränität“ wird das gebrochene Verhältnis der Deutschen zu ihrer nationalen Identität und den daraus entstehenden Folgen für die fehlende Souveränität in mehreren Beiträgen von hervorragenden Autoren behandelt. Auch der Kampf für Selbstbestimmung und ethnische Identität von anderen Völkern, die keinen eigenen Staat haben und sich fremden Mächten unterordnen müssen, wird analysiert.

Informationen zur Ausgabe 56/1-2025 „Deutscher Totentanz“ der wir selbst

134 Seiten, Paperback, Format: DIN A4, Preis: 15,00 Euro

Inhaltsverzeichnis

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Neo Rauch – die Sphäre der Sinne

von Nicole Rausch

Neo Rauch – die Sphäre der Sinne

Eine großartige Dokumentation, die tief berührt – danke an Katja Wildermuth und Nicola Graef für die Hingabe und Geduld, dieses Portrait entstehen zu lassen.

Hingabe – das ist es, was Neo Rauch ausstrahlt.
Fast scheint es so, als ob alles Außen nur Notwendigkeit des Seins sei.

Es geht offensichtlich nicht darum, Teil eines Kunstbetriebs zu sein, egal welche astronomischen Summen für seine Werke bezahlt werden.

https://www.moviepilot.de/movies/neo-rauch-gefahrten-und-begleiter/trailer/97461

Es ist die Kunst selbst, die mit unbeirrter Gewissheit den Weg zum Ich, und zugleich zum Betrachter, findet.

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Spezialdemokraten: Neues aus dem Palast des Sonnenkönigs

von André Hagel

Spezialdemokraten: Neues aus dem Palast des Sonnenkönigs

Frank-Walter Steinmeier verkörpert glaubwürdig den Unterschied zwischen einem Demokraten und einem Sozialdemokraten.

Demokratie, das haben wir in der Schule gelernt, lebt vom Wettbewerb unterschiedlicher Positionen, Ideen, Konzepte. Und: Wo alle gleich denken oder wo von oben angesagt wird, wie die Dinge liegen und wie man sie gefälligst zu sehen hat, hat man es kaum mit einer Demokratie zu tun.

Frank-Walter Steinmeier, der sich gerne mit der Aura eines Sonnenkönigs umgebende Präsident angeblich aller Deutscher, ist offenbar in eine andere Schule gegangen: Er möchte – so darf man seine jüngsten verquasten, gleichwohl unverblümten Formulierungen deuten – die größte Oppositionspartei im Deutschen Bundestag, die dort mit 20 Prozent Stimmenanteil vertreten ist, in seriösen Umfragen mittlerweile schon ein Viertel der Bürger hinter sich weiß und in einigen Bundesländern bereits als künftige politische Nummer eins gehandelt wird, verbieten lassen. Ebenso hat er sich in gleichsam anonymisierter, dennoch offensichtlicher Weise für den Ausschluß von Kandidaten ebenjener Alternative für Deutschland von Landrats- und Bürgermeisterwahlen ausgesprochen. Das alles ausgerechnet am Jahrestag des Mauerfalls von 1989, einem der denkwürdigsten Tage der deutschen Demokratiegeschichte.

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Europa neu denken – jenseits der Blöcke

Kommentar von Hanno Borchert


Europa neu denken – jenseits der Blöcke

Die Idee eines wirklich souveränen Europas ist aktueller denn je. Nach Jahrzehnten der Westbindung und inmitten neuer geopolitischer Spannungen wächst das Bedürfnis, Europa aus der Rolle des Juniorpartners der USA zu befreien, ohne dabei in die Abhängigkeit anderer Mächte wie Rußland oder China zu geraten. Was gebraucht wird, ist ein Europa, das auf Augenhöhe mit allen Akteuren agiert, seine Interessen selbst definiert und sich nicht in die Logik der Machtblöcke einordnen läßt.

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Vom schwindenden Gefühl, zu Hause noch daheim zu sein.

Von André Hagel

Vom schwindenden Gefühl, zu Hause noch daheim zu sein.

Anmerkungen zu einem Bundeskanzlerwort und hysterischen Reaktionen hierauf

Früher, in der DDR, gab es Stadtbilderklärer. Andernlands hießen sie Fremdenführer, heute nennt man sie neudeutsch Touristenguides. Die Stadtbilderklärer in Weimar, Gera, Jena und anderswo erklärten neben Historischem und Ortskulturellem Stadtbilder, die Besuchern aus dem anderen Teil Deutschlands allerdings doch sehr verwandt und daher gar nicht unbedingt so sehr erklärungsbedürftig vorkamen. Abgesehen natürlich von realsozialistischen Verlotterungen, aber dazu wurde ohnehin beflissen geschwiegen.

Heute dagegen sind viele deutsche Stadtbilder sehr erklärungsbedürftig geworden. Nicht nur Touristen aus dem Ausland gegenüber, sondern auch Einheimischen, die viele Ecken und Winkel ihrer eigenen Städte immer weniger wiederzuerkennen vermögen. Und das nicht erst nach Einbruch der Dunkelheit.

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Hayati – Zwischen Shalom und Salam – ein Lied für das Leben

von Hanno Borchert

Hayati – Zwischen Shalom und Salam – ein Lied für das Leben

Inmitten eines der blutigsten Konflikte unserer Zeit, der das Leben im Gazastreifen und im Westjordanland prägt, zumindest bis vor wenigen Tagen, begegnete ich kürzlich einer Geschichte, die Hoffnung schenkt: einer Geschichte von Musik, Mut und Menschlichkeit.

„Hayati“ heißt der Song, arabisch für „mein Leben“. Doch mehr als ein Lied ist er eine Statement, den Haß hinter sich zu lassen und sich auf das Leben zu besinnen. Zwei Frauen, zwei Musikerinnen und Friedensaktivistinnen, singen darin miteinander – nicht gegeneinander, nicht für eine Seite, sondern für das, was uns allen am Herzen liegen sollte: die Liebe und das Leben.

Yael Deckelbaum und Meera Eilabouni stammen aus verschiedenen Welten, doch ihre Stimmen verschmelzen in einem mutigen Bekenntnis zu Empathie und Verständigung. In „Hayati“ vermischen sich drei Sprachen – Arabisch, Hebräisch und Englisch – zu einer Brücke, die Grenzen überschreitet und Mauern einzureißen versucht. Wörter wie „shalom“, „salam“ und „mahaba“ (Liebe) tauchen immer wieder auf – als Symbol einer Verständigung über Sprach- und Religionsgrenzen hinweg.

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EU will private Nachrichten scannen – Der Schritt von der Postdemokratie zur digitalen Diktatur

von Andreas Schnebel

EU will private Nachrichten scannenDer Schritt von der Postdemokratie zur digitalen Diktatur

Am 14. Oktober will die EU über die sogenannte Chatkontrolle abstimmen.

Was als „Kinderschutzmaßnahme“ verkauft wird, ist in Wahrheit der größte Angriff auf die bürgerliche Freiheit seit Bestehen der EU.

Die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen würde damit in die Lage versetzt, jede private Nachricht jedes Bürgers zu durchsuchen – noch bevor sie verschlüsselt wird.

Das betrifft Gespräche über Gesundheit, journalistische Quellen, geistliche Seelsorge, Beziehungen, politische Überzeugungen – kurz: das Innerste des Menschen.

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