Vor 40 Jahren verstarb Joseph Beuys – Künstler, Ökologe, Basisdemokrat und leidenschaftlicher Patriot

Joseph Beuys – sein Aufruf zur Alternative aus dem Jahr 1982

Vor 40 Jahren verstarb Joseph Beuys – Künstler, Ökologe, Basisdemokrat und leidenschaftlicher Patriot

Vor 40 Jahren, am 23. Januar 1986, verstarb Joseph Beuys. Er war Mitglied der Partei „Die Grünen“, als diese noch offen waren für Nonkonformisten und Wertkonservative. Joseph Beuys hat unsere Zeitschrift von der ersten Ausgabe 1979 an begleitet und unseren Einsatz für ein blockfreies, neuvereinigtes Deutschland unterstützt. Mit seinem Beitrag „Aufruf zur Alternative“ in der „wir selbst“-Ausgabe 1/1982 nahm er auch ein persönliches Risiko auf sich, da die antideutsche Linke in den Grünen damals schon auf dem Vormarsch war. Joseph Beuys erkannte frühzeitig die Chance, ökologisches Denken, Basisdemokratie und Sozialpatriotismus mit einer Politik der Blockfreiheit für eine gesamtdeutsche Perspektive zu verbinden. Gemeinsam mit anderen Wertkonservativen wie z. B. Herbert Gruhl, August Haußleiter und Baldur Springmann bestand in einer sehr engen Zeitspanne die Möglichkeit, die Grünen auf das programmatische Ziel einer aktiven Politik der deutschen Neuvereinigung auszurichten. Diese Chance wurde von den Linken innerhalb der Grünen schon in den 80er Jahren verhindert. Die verheerenden Auswirkungen einer borniert linksideologisch ausgerichteten grünen Partei, die sich mehr und mehr als politische Speerspitze des Globalismus versteht, für Deutschland als Nation und das deutsche Volk als Sprach-, Kultur- und Abstammungsgemeinschaft sind heute offensichtlich. Und die Überwindung des Ost-West-Gegensatzes, der heute wieder in eine kriegerische Auseinandersetzung zu geraten droht, war für Joseph Beuys ein Herzensanliegen. (wir selbst-Redaktion)

Wir veröffentlichen hier noch einmal seinen programmatischen und wegweisenden Artikel „Aufruf zur Alternative“ aus dem Jahr 1982.

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Großraumordnung oder Multipolarität!

von Wolfgang Hübner

Großraumordnung oder Multipolarität!

Der AfD-Politiker Maximilian Krah hat einen neuen Beweis seiner fehlenden Ernsthaftigkeit geliefert und zugleich seine Bewerbung für den Spitzentrumpisten in seiner Partei eingereicht. Krah schrieb: „Trump bringt den Wandel, den wir immer beschrieben, gefordert und erhofft haben. Großraumordnung statt regelbasiertes Losertum“.

Ob Krah mit „wir“ die gesamte AfD meint, darf bezweifelt werden, soll aber hier keine Rolle spielen. Dass der Begriff „Großraumordnung“ historisch etwas belastet ist, dürfte schon interessanter sein. Und mit der „regelbasierten“ Verlogenheit des Westens polemisch einen Gegensatz zur „Großraumordnung“ zu konstruieren, um die wirkliche Alternative, nämlich die Multipolarität, zu ignorieren, ist intellektuell zumindest unredlich.

Hätte Krah vor der Wortmeldung ein wenig länger nachgedacht, dann wäre er vielleicht auf die Idee gekommen, dass Großraumordnung und Multipolarität unvereinbare Gegensätze sind. Als Politiker mit patriotischem Anspruch wäre ihm dann auch bewusst geworden, wie wenig attraktiv Deutschlands und Europas Rolle in der Großraumweltordnung wahrscheinlich sein würde. Doch wer sich als Trumpist profilieren will, mag sich darum nicht kümmern.

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Zurück zu den Sternen – eine persönliche Würdigung Erich von Dänikens

von Dr. Ulrich Vosgerau

Zurück zu den Sternen – eine persönliche Würdigung Erich von Dänikens

Erich von Däniken (geboren am 14.04.1935) ist am 10. Januar 2026 verstorben.

Ich habe Erich von Däniken – „EvD“ unterschrieb er seine Briefe immer nur – geradezu geliebt und durfte diesen wunderbaren und vor allem unvergleichlich unterhaltsamen Mann auch persönlich kennenlernen. Etwa zwischen dem 12. und dem 16. Lebensjahr habe ich seine Bücher intensiv gelesen und empfehle jedermann, dies jungen Menschen nahezulegen! Denn seine Bücher sind pädagogisch enorm wertvoll.

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Iran – Ein Land zwischen Erinnerung und Umbruch

von Hanno Borchert

Iran – Ein Land zwischen Erinnerung und Umbruch

Als ich im Sommer 1975 mit meinen Eltern in den Iran reiste, erlebte ich unvergeßliche Wochen voller Schönheit, Offenheit und menschlicher Wärme. Es waren Eindrücke wie aus Tausendundeiner Nacht. Begegnungen mit Menschen, die Selbstverständlichkeit kultureller Vielfalt sowie die landschaftliche und historische Tiefe dieses Landes prägten mich nachhaltig. Unvergessen bleibt das stundenlange Schlendern durch den Großen Basar von Teheran, einem der größten und ältesten überdachten Basare der Welt. Ein scheinbar endloses Labyrinth aus Gängen, zusammen über zehn Kilometer lang, mit Tausenden von Läden, das bis heute das historische und wirtschaftliche Herz der Stadt bildet. Auch die unbeschwerten Tage an der Südküste des Kaspischen Meeres, die damals als „Iranische Riviera“ galt, stehen mir noch immer lebhaft vor Augen.

Diese Erinnerungen stehen nicht isoliert. Historische Photographien aus jener Zeit, nicht nur aus dem Iran, sondern auch aus dem Libanon oder Afghanistan, zeigen urbane Eliten und Milieus, die heutigen stereotypen Vorstellungen von „muslimischen Ländern“ deutlich widersprechen: Frauen ohne Kopftuch, Cafés, Universitäten, ein selbstverständlicher Austausch mit der Welt. Zugleich ist wichtig, diese Bilder nicht zu idealisieren. Sie repräsentierten nie die gesamte Gesellschaft, sondern vor allem städtische, gebildete und privilegierte Schichten. Gerade diese Spannung zwischen Modernisierung, Tradition und sozialer Ungleichheit bildete einen der zentralen Nährböden für die Umbrüche, die folgen sollten.

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Nach dem Völkerrechtsbruch: Trump, Venezuela und die liberalen „Patrioten“

von Dr. Florian Sander

Nach dem Völkerrechtsbruch: Trump, Venezuela und die liberalen „Patrioten“

Der Autor dieser Zeilen hat sich von 2010 bis 2011 in einem neunmonatigen politikwissenschaftlichen Forschungsprojekt am Institut für Weltgesellschaft der Uni Bielefeld mit der Politik von Maduros Vorgänger Chávez und seiner Weltanschauung auseinandersetzen können. Wenn eine zentrale Erkenntnis aus dieser Forschung ableitbar ist, dann die Folgende: Der Linksnationalismus des venezolanischen Sozialismus ist in nichts mit dem linksliberalen Globalismus unseres politischen Mainstreams oder gar dem Antifa-Anarchismus vergleichbar. Beide Formen des diffusen „Linksseins“ stehen zueinander in einem Verhältnis etwa wie das BSW zu den Grünen, um einen halbwegs fassbaren Vergleich zu ziehen. Die Grundkonstante von Chávez‘ Politik war immer auch: Nationalstolz und Souveränität. Jeder deutsche Antifant kam angesichts dessen ins tiefe Schaudern.

Venezuela: Sozialismus und Linksnationalismus

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Konservativ oder rechts?

von Klaus Kunze

Konservativ oder rechts?

Emotionaler Zustand versus bewußtes Weltbild

Ohne rationales Denken und begriffliche Distinktion ist kein Durchblick möglich. Wer auf einer politischen oder medialen Bühne auftritt, läßt sehr schnell erkennen, wes‘ Geistes Kind er ist. Schlüsselworte wie Gerechtigkeit oder Freiheit sind verbale Feldzeichen im Getümmel der Meinungen.

Die bürgerlichen Kräfte stehen seit Jahren unter linkem Druck. Das Bürgertum ist der Linken in allen seinen Erscheinungsformen tief verhaßt. Es ist zugleich geistig weitgehend wehrlos und sprachlos. Sprachlos ist es, weil es die Worte und Schlüsselbegriffe verlernt hat, sein eigenes Denken auszudrücken. Wehrlos ist es, weil bürgerliche Feigheit überall vor den Zumutungen linker Kulturkämpfer einknickte und sich angesichts von Political Correctness willfährig sprachlos machen ließ. Zu den linken Hauptwaffen gehört seit Jahrzehnten die Verunglimpfung alles Bürgerlichen als faschistisch oder „Nazi“.

Wenn wir begrifflich und rational klären wollen, wer wir eigentlich sind und was wir wollen, müssen wir deutlich unterscheiden:

Konservativ zu sein ist eine allgemeine emotionale Haltung, rechts zu sein erfordert dagegen eine innere Entscheidung für konkrete, unverzichtbare Dinge wie Familie, Volk, politische Freiheit dieses Volkes und so fort. Rechts zu sein ist immer eine bewußt politische Haltung, bloß konservativ zu sein hingegen nicht.

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Der 90.000-Euro-Raub: Wie der Staat die bürgerliche Existenz vernichtet

von Andreas Schnebel

Der 90.000-Euro-Raub: Wie der Staat die bürgerliche Existenz vernichtet.

Eine Rechnung, die Sie nie erhalten sollten. Zwei Billionen Euro. Eine Zahl, so abstrakt, dass sie im politischen Rauschen Berlins verhallt. In den Nachrichten wird sie zur statistischen Randnotiz, irgendwo zwischen Klimazielen und Sondervermögen. Doch diese Abstraktion ist der beste Schutz der Täter. Denn solange der Schaden „volkswirtschaftlich“ bleibt, tut er niemandem weh.

Holen wir die Katastrophe also dorthin, wo sie hingehört: an Ihren Küchentisch. Auf Ihr Girokonto. In Ihre Lebensplanung.

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Wandel durch Annäherung

von Hanno Borchert

Wandel durch Annäherung

„Wandel durch Annäherung“ war der berühmte Grundsatz der neuen Ostpolitik der Bundesrepublik Deutschland unter Willy Brandt und seinem Berater Egon Bahr in den sechziger und siebziger Jahren. In den achtziger Jahren wurde er von Helmut Schmidt und Helmut Kohl weitergeführt. Anstatt die DDR und den Ostblock durch Konfrontation und Isolation zu schwächen, wie es zuvor die Hallstein-Doktrin vorsah, sollte durch kontrollierte Annäherung, Verträge, Handel und menschliche Kontakte schrittweise Veränderung ermöglicht werden, also „Wandel durch Annäherung“ statt nur „Wandel durch Abschreckung“.

Das Ziel war, langfristig die Teilung Deutschlands und Europas zu überwinden, nicht durch Gewalt oder Ultimaten, sondern durch Entspannung und kleine Schritte der Zusammenarbeit. Bahr formulierte es prägnant: „Wir wollen die Mauer nicht verstärken, sondern abbauen, aber nicht mit dem Brecheisen, sondern mit Bohrmaschinen.“

Letztlich war es eine Erfolgsgeschichte. Millionen Deutsche konnten reisen, Familien sich wiedersehen, und die Spannungen nahmen langsam, aber spürbar ab. Die Ostpolitik legte den psychologischen und politischen Grundstein für die Wiedervereinigung 1989/90. Die damalige Kritik, sie „zementiere“ die Teilung, erkenne die DDR indirekt an und belohne ein „Unrechtsregime“, erwies sich rückblickend als unbegründet.

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Deutscher Totentanz: Kein Volk – keine Identität – keine Souveränität

Neue Druckausgabe des Magazins wir selbst – Zeitschrift für nationale Identität

Deutscher Totentanz: Kein Volk – keine Identität – keine Souveränität

In der aktuellen Ausgabe des Magazins wir selbst (Zeitschrift für nationale Identität) unter dem Titelthema „Deutscher Totentanz – unser Volk ohne Identität und Souveränität“ wird das gebrochene Verhältnis der Deutschen zu ihrer nationalen Identität und den daraus entstehenden Folgen für die fehlende Souveränität in mehreren Beiträgen von hervorragenden Autoren behandelt. Auch der Kampf für Selbstbestimmung und ethnische Identität von anderen Völkern, die keinen eigenen Staat haben und sich fremden Mächten unterordnen müssen, wird analysiert.

Informationen zur Ausgabe 56/1-2025 „Deutscher Totentanz“ der wir selbst

134 Seiten, Paperback, Format: DIN A4, Preis: 15,00 Euro

Inhaltsverzeichnis

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Neo Rauch – die Sphäre der Sinne

von Nicole Rausch

Neo Rauch – die Sphäre der Sinne

Eine großartige Dokumentation, die tief berührt – danke an Katja Wildermuth und Nicola Graef für die Hingabe und Geduld, dieses Portrait entstehen zu lassen.

Hingabe – das ist es, was Neo Rauch ausstrahlt.
Fast scheint es so, als ob alles Außen nur Notwendigkeit des Seins sei.

Es geht offensichtlich nicht darum, Teil eines Kunstbetriebs zu sein, egal welche astronomischen Summen für seine Werke bezahlt werden.

https://www.moviepilot.de/movies/neo-rauch-gefahrten-und-begleiter/trailer/97461

Es ist die Kunst selbst, die mit unbeirrter Gewissheit den Weg zum Ich, und zugleich zum Betrachter, findet.

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