Zeitschriftenkritik: Tumult

von Werner Olles

Zeitschriftenkritik: Tumult

In seinem Vorwort zur Sommer-Ausgabe 2024 von „Tumult“, der „Vierteljahresschrift für Konsensstörung“ beschreibt Chefredakteur Carsten Germis die „Ökonomische Realitätsfinsternis“ der „gnostischen linksliberalen und ökosozialdemokratischen Zeitgeistpolitiker, die in Deutschland die Politik bestimmen“. Zu ihrem Programm gehöre Realitätsverweigerung und das Gefühl historische Avantgarde zu sein. Während Mittelständler unter der Last der Auflagen, der Bürokratie und der Abgaben ächzen, ganze Industriezweige abwandern und Handwerkbetriebe keine Lehrlinge finden, die industrielle Basis also rasant bröckelt, halte die herrschende Politikerkaste, umgeben von gefälligen Claqueuren, ihre eigenen Potemkin´schen Dörfer für Wirklichkeit. Pathologisch durchdrungen vom Traum eines „grünen Booms“ werden rationale Diskussion und Widerspruch nicht mehr zugelassen. Habecks Euphorie über Deutschlands Erreichen seiner Klimaziele, die er mit „seinen Groupies bei ARD und ZDF“ teile, blende jedoch geflissentlich aus, daß dies nur durch Deindustrialisierung und wachsende Stromexporte aus dem Ausland gelungen sei. Doch unter der Oberfläche gäre es, da langsam ins Bewußtsein rücke, daß Deutschland auf direktem Weg in eine Wirtschafts- und Schuldenkrise rutsche. Auch aus diesem Grund erweiterten Innenministerium, Justiz und Inlandsgeheimdienst die Sprech- und Denkverbote unter dem Vorwand einer „Delegitimierung des Staates“. Die herrschende Klasse wittere den Zerfall.

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Deutsche Staatsräson: Das beste Deutschland ist ein Trugbild bestimmter Medien

von Boris Blaha

Deutsche Staatsräson: Das beste Deutschland ist ein Trugbild bestimmter Medien

Die Tatsachenwahrheit gibt der Meinungsbildung den Gegenstand vor und hält sie in Schranken.
Hannah Arendt

Man betritt den rechteckigen Raum durch eine Tür an der Schmalseite, geht bis zum Fenster auf der gegenüberliegenden Seite und dreht sich um. Alle drei Wände außer der Fensterwand sind bemalt. Auf der linken Seite werden die Auswirkungen der schlechten Regierung auf Stadt und Land gezeigt, man sieht Verzweiflung und Elend, die Menschen nur noch schemenhaft, alles grau in grau, Feuer, Krieg und große Not. Auf der gegenüberliegenden rechten Seite kräftige Farben, stabile Gebäude, eine fruchtbare, gepflegte Landschaft und glückliche Menschen, die sich ihres Lebens freuen.

Wir sind gewissermaßen im Bundeskanzleramt, im Zentrum der Macht, im „Sale dei Nove“ des Pallazo Pubblico von Siena und betrachten an den drei Wänden die Allegorie der guten und schlechten Regierung, gemalt im Auftrag der Regierung 1337 – 1339 von Ambrogio Lorenzetti. Der Maler hat damit den neun politischen Entscheidungsträgern der freien Stadt Siena die Folgen ihres Tuns in einer Weise vor Augen geführt, die sie nicht ignorieren konnten. Aus dem Zustand des Landes wurde später die Staatsräson, um die es in der Politik zu gehen habe, so der erste politische Denker nach der langen Zeit der christlichen Weltdeserteure, Niccolò Machiavelli.

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„Ihr gehört nicht hierhin!“

von Klaus Kunze

„Ihr gehört nicht hierhin!“

„Ihr gehört nicht hierhin!“, soll ein Bärtiger am gestrigen 31. Mai zu Michael Stürzenberger gesagt haben. Dieser hatte einen Informationsstand auf einem öffentlichen Platz in Mannheim aufbauen lassen, um dort über die Gefahren des politischen Islam aufzuklären. Ein paar Minuten später wälzten sich sechs Menschen in ihrem Blute, weil der Afghane Sulaiman wie rasend immer wieder auf seine Opfer eingestochen hatte.

Nothelfer haben den Messerstecher überwältigt und halten ihn am Boden, bis ein Polizist (Stiefel rechts oben im Bild) den Täter befreit.

Zunächst konnten ihn Ordner zu Boden bringen und die Messerhand festhalten. Einer der vielen herumstehenden Polizisten fand es jetzt an der Zeit, einzuschreiten. Er zerrte einen Retter weg, brachte mit einem gekonnten Hechtsprung einen Ordner zu Boden und hockte sich auf ihn. Dadurch befreite er den Messerstecher, der nichts eiligeres zu tun hatte, als wieder sein Messer zu schwingen und es dem Polizisten mehrfach von hinten in den Hals zu stechen. Bis zu dem Augenblick stand ein Dutzend weiterer Polizisten tatenlos drum herum und gaffte, viele von ihnen Mädels, die ihrer Aufgabe erkennbar nicht gewachsen waren. Dann erst benutzte einer seine Dienstwaffe und schoß.

Der Polizist hat die Nothelfer weggezerrt, dem Messermann die Freiheit zurückgegeben und springt auf einen der Nothelfer. Schaulustige Polizisten gucken zu.

Nachtrag 3.6.2024: Einem nachträglich bekannt gewordenen Video zufolge (Telegram-Kanal von Billy Six) hatte ein Helfer (braune Kapuzenjacke) den Täter schon vor sich am Boden. Ein anderer (blaue Jacke) schlug irrtümlich auf einen dritten ein, die Polizistenschar beachtete den noch liegenden Täter mit seinem Messer nicht, was ihm das Aufstehen ermöglichte und den Polizisten Rouven (Dritter von links) das Leben kostete.

Diese Szene, gefilmt von Alexander S., einem Freund von Billy Six (auf dessen Telegram-Kanal 2.6.2024)

Wer gehört wo nicht hin?

Sulaiman lebt seit zehn Jahren in Deutschland. Solche Leute meinen, auf Leben und Tod entscheiden zu dürfen, wer hier hingehört. Dabei spricht aus deutscher Sicht alles dafür, daß sie es sind, die nicht hierhin gehören. Zwischen ihnen und uns besteht aber damit eine gewisse Einigkeit: Ihr Lebensstil ist mit unserem schlechthin unvereinbar. Damit bestätigen sie genau das, was das frühere CSU-Mitglied Michael Stürzenberger von öffentlichem Auftritt zu öffentlichem Auftritt immer wieder sagt. Sulaiman ist der ideale Kronzeuge für die latente Unfähigkeit mohammedanischer Orientalen, mit uns in Frieden nach unseren Gesetzen zusammenzuleben.

Nachdem der Polizist den Messerstecher befreit und sich auf einen Nothelfer gestürzt hat, sticht der Täter ihm mehrfach in den Hals.

Diese Unfähigkeit ist in ihnen kulturell angelegt. Man bemerkt sie nicht, wenn sie eben erst angekommen sind, das „Refugees Welcome!“-Ehrenspalier durchschritten haben und noch in der Minderheit sind. Manchmal dringen erst in der zweiten oder gar dritten Generation tiefsitzende Anschauungen durch. Es heißt dann verharmlosend, daß sie sich „radikalisiert“ haben. Der Islam ist dabei nur eine Komponente. Schon vor der Ausbreitung des Islams hat es im Orient die bis heute virulente Mischung von Wertmaßstäben, Sitten und Verhaltensweisen gegeben, die ihn bis heute prägen, aber theologisch nicht sein Wesen ausmachen. Wir wollen dem tiefen Wesensunterschied zwischen Europäern und Orientalen einmal anhand eines historischen Beispiels nachgehen.

Der Islam hatte die Unterdrückung der Frauen, die Sklaverei und vielerlei Formen der Menschenverachtung nicht eingeführt, aber auch nicht abgeschafft. In Europa hatten noch die Wikinger einen schwunghaften Sklavenhandel betrieben. Während im christlichen Europa des Hochmittelalters aber die Sklaverei gänzlich abgeschafft wurde, blieb sie bis ins 19. Jahrhundert im Orient eine Selbstverständlichkeit.

Zusammenprall der Kulturen

Als die Kreuzfahrerheere im 11. und 12. Jahrhundert auf das päpstliche Geheiß „Gott will es!“ die „heiligen Stätten der Christenheit“ eroberten, prallten zwei Kulturen blutig aufeinander. Beide Seiten fanden die Sitten und Bräuche der jeweils anderen abscheulich. Der arabische Emir und Kriegsherr Usâma ibn Munqidh (1095-1188) empörte sich in seinen Lebenserinnerungen über die „Franken“, wie man unterschiedslos alle europäischen Kreuzfahrer nannte:

Die Franken kennen weder Ehrgefühl noch Eifersucht. So kommt es  vor, daß ein Franke mit seiner Frau auf der Straße einhergeht und  einen anderen Mann trifft, der die Frau zur Seite nimmt und sich mit  ihr unterhält, während ihr Ehemann abseits steht und wartet, bis die  Frau ihre Unterhaltung beendet. Wenn es ihm zu lange dauert, läßt  er sie mit ihrem Gesprächspartner allein und geht seiner Wege.  Hier ein Beispiel, das ich selbst erlebt habe. Sooft ich nach Nablus  kam, pflegte ich bei einem Mann namens Mu’izz abzusteigen, dessen  Haus den Muslimen als Herberge diente. Die Fenster des Hauses  gingen auf die Straße hinaus. Ihm gegenüber, auf der anderen Seite  der Straße, befand sich das Haus eines Franken, der im Auftrag der  Händler Wein verkaufte. Dies tat er in der Weise, daß er eine Flasche  Wein nahm und sie mit den Worten anpries: »Der Händler Soundso  hat ein Faß dieses Weines geöffnet. Wer davon haben will, findet ihn  an demunddem Ort!« Der Lohn für sein Anpreisen war der Wein in  der Flasche. Eines Tages nun kam der Franke nach Hause und fand  einen Mann mit seiner Frau im Bett. Er fragte ihn: »Was hat dich  hierher zu meiner Frau geführt?«  »Ich war müde und bin hierhergekommen, um mich auszuruhen.«  »Und wie bist du in mein Bett gekommen?«  »Ich fand ein Bett bereitet und habe mich darin schlafen gelegt.«  »Und meine Frau hat mit dir geschlafen?«  »Das Bett gehört doch ihr. Konnte ich sie daran hindern, ihr eigenes  Bett zu benutzen?«  »Bei meinem Glauben, wenn du dies noch einmal tust, werden wir  uns vor Gericht sehen!«  Das war der ganze Ausdruck und das höchste Ausmaß seiner Eifer­sucht!USÂMA IBN MUNQIDH, ERSCHIENEN UNTER DEM TITEL „EIN LEBEN IM KAMPF GEGEN KREUZRITTERHEERE“, 1978, ISBN 3-7711-0302-9, S.154.

Nun waren auch im damaligen Deutschland die Sitten eher locker. Es gab öffentliche Badehäuser, in denen sich Männlein und Weblein nackig vergnügten.

Im Badehaus, Miniatur in den Breslauer “Facta et dicta memorabilia” des Valerius Maximus, Paris, Mitte 15.Jahrhundert[1]

Im mittelalterlichen Europa ging es wenig zimperlich zu. Die strenge bürgerliche Moral des 19. Jahrhunderts war dem hohen Mittelalter fremd. Wer es sich leisten konnte, feierte Parties ähnlich wie heute in einem gehobenen Swingerclub – und das ungeachtet des weltlichen oder geistlichen Standes.

Für Usâma ibn Munqidh war es hingegen verwerflich, wenn ein fremder Mann eine seiner mehreren Ehefrauen nackt sah.

Im Badehaus meines Vaters hatten wir einen  Bademeister aus al-Ma‘arra, namens Sâlim, beschäftigt. Dieser erzählte mir einmal folgende Begebenheit: »Ich eröffnete in al-Ma’arra  ein Badehaus, um mir damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen.  Eines Tages kam ein fränkischer Ritter herein. Da die Franken es  nicht mögen, wenn einer im Bad einen Schurz um seine Hüften  trägt, streckte er seine Hand aus, zog mir meinen Schurz von den  Hüften und warf ihn fort. Er betrachtete mich – ich hatte mir gerade  erst meine Schamgegend rasiert – und rief: „Sâlim!“ Ich ging nahe zu  ihm hin, er streckte die Hand nach meiner Scham aus und sagte:  „Großartig, Sâlim! Bei meinem Glauben, das mußt du auch bei mir  machen!“ Dann legte er sich auf den Rücken. Er hatte an der Stelle  Haare so lang wie sein Bart. Nachdem ich ihm die Haare wegrasiert  hatte, befühlte er mit der Hand die Stelle, fand sie schön weich und  sagte: „Sâlim, bei deinem Glauben, das mußt du auch bei meiner  Dame machen!“ In ihrer Sprache bedeutet Dame Herrin, und er  meinte damit seine eigene Frau. An seinen Burschen gewandt sagte  er: „Richte meiner Dame aus, sie soll herkommen!“ Der Bursche ging  weg und holte die Frau herein. Sie legte sich auf den Rücken, und ihr  Mann beauftragte mich: „Mache es so wie bei mir!“ Während er da­  beisaß und mir zusah, rasierte ich der Frau die Haare weg. Dann  dankte er mir und entlohnte mich für meine Dienste.«  Man betrachte sich diesen großen Widerspruch! Sie kennen weder  Eifersucht noch Ehrgefühl, doch besitzen sie großen Mut, obwohl  doch der Mut gewöhnlich nur aus dem Ehrgefühl und aus der Ver­achtung für einen schlechten Ruf entsteht. USÂMA IBN MUNQIDH, ERSCHIENEN UNTER DEM TITEL „EIN LEBEN IM KAMPF GEGEN KREUZRITTERHEERE“, 1978, ISBN 3-7711-0302-9, S.154 F.

An den Einstellungen, was wir empörend finden und was als noch hinnehmbar, hat sich im Orient seitdem ebensowenig etwas Grundlegendes geändert wie bei uns. Diese Unterschiede auf religiöse Differenzen zurückzuführen, griffe viel zu kurz. Es steht nicht im Koran, wie viele Frauen ein Mann heiraten darf, ob sie sich verschleiern müssen und ob man Sklaven halten darf. Während das Abendland aus der christlichen Tradition eine Ideologie der Menschenwürde, der Menschenrechte und der höchsten Wertschätzung allen menschlichen Lebens gebildet hat, galt ein Menschenleben schon im orientalischen Mittelalter wenig, woran sich wenig geändert hat:

“Kein Hahn krähte mehr nach dem Gemetzel”

Im arabisch geprägten Orient herrschten im 12. Jahrhundert bürgerkriegsähnliche Zustände, in denen diverse Kalifen und Emire sich befehdeten, niedermetzelten oder verbündeten, wie es jeweils nützlich erschien. Einen plastischen Eindruck der Zustände vermittelt uns wieder der syrische Zeitzeuge Usâma ibn Munqidh (1095-1190) in seinen Lebenserinnerungen.

Nun kam es in Ägypten zu einer üblen Auseinandersetzung zwi­schen den verschiedenen Einheiten der äußerst zahlreichen Waffen­sklaven, und zwar einerseits zwischen der sogenannten Raihanija, den Sklaven des Kalifen, und andererseits der Dschujüschija, der Iskandarija und der Farahija, die sich alle gegen die Raihanija zu­ sammengetan hatten. Der Dschujüschija hatte sich zudem noch ein Teil der Leibgarde angeschlossen. Während sich der Kalif zurückzog, rotteten sich beide Seiten in der Nähe der Stadt zusammen und kamen den Aufforderungen des Kalifen, der ihnen, um den Frieden wiederherzustellen, einen Boten nach dem anderen sandte, nicht mehr nach. Am nächsten Morgen stießen die beiden Seiten in Kairo aufeinander. Die Dschujüschija und ihre Verbündeten besiegten die Raihanija und töteten am »Kleinen Markt des Emirs der Heere« ein­tausend Mann, so daß die Leichen dort den Durchgang versperrten. Wir selbst hielten Tag und Nacht die Waffen bereit, aus Furcht, die Sklaven könnten sich gegen uns wenden, so wie sie es schon einmal getan hatten, bevor ich nach Ägypten kam. Nachdem die Raihanija auf diese Weise niedergemetzelt worden waren, dachten die Leute, der Kalif würde dies mißbilligen und die Mörder zu Fall bringen. Doch der Kalif war krank und dem Tode nahe. Er starb zwei Tage später – Gott sei ihm gnädig! -, und kein Hahn krähte mehr nach dem Gemetzel.USÂMA IBN MUNQIDH, ERSCHIENEN UNTER DEM TITEL „EIN LEBEN IM KAMPF GEGEN KREUZRITTERHEERE“, 1978, ISBN 3-7711-0302-9, S.22 F.

Daß christliche Kreuzfahrer 1099 Jerusalem eroberten und die Bevölkerung massakrierten, ist hier allgemein bekannt. Wie die Araber aber selbst miteinander umgingen, schildert uns derselbe Zeuge:

»Mein Fürst«, erwiderte ich ihm, »laßt uns in der Morgendämme­rung gegen sie reiten. Noch bevor der Tag seine ersten Sonnenstrah­len aussendet, werden wir sie, so Gott will, erledigt haben!« Ibn as-Sallâr stimmte zu und bat mich, früh aufzubrechen. Zeitig am folgenden Morgen zogen wir gegen die Feinde, und nur diejenigen von ihnen entkamen unversehrt, deren Pferde mit ihnen durch den Nil schwammen. Der Verwandte des Nadschmaddin wurde ergrif­fen und enthauptet. Abbas sammelte daraufhin erneut seine Trup­pen und führte sie gegen Nadschmaddin selbst. Er stieß auf ihn bei dem Ort Dalâs und schlug ihn vernichtend. Nadschmaddin selbst fiel, und mit ihm gingen siebzehntausend Neger und andere zugrun­de. Nadschmaddins Kopf wurde nach Kairo gebracht, und niemand wagte es mehr, sich Ibn as-Sallâr zu widersetzen oder sich gegen ihn aufzulehnen. Der Kalif aber verlieh ihm das Ehrengewand des Wesirs und den Titel al-Malik al-‘Ädil, »der Gerechte König«. Ibn as-Sallâr übernahm als Wesir die Verwaltung aller Staatsgeschäfte.USÂMA IBN MUNQIDH, LEBENSERINNERUNGEN, ERSCHIENEN UNTER DEM TITEL „EIN LEBEN IM KAMPF GEGEN KREUZRITTERHEERE“, 1978, ISBN 3-7711-0302-9, S.24.

Und die Moral von der Geschicht‘

Ab einer kritischen kulturellen Differenz vermögen Menschen es nicht miteinander auszuhalten. Sie vermögen es nicht, mit Nachbarn in Frieden zusammenzuleben, die sie für verworfen halten, für Barbaren, für den Inbegriff alles Scheußlichen, besessen vom Antichristen oder seinem islamischen Pendant, und deren gesamtes Verhalten alle Werte, Sitten und Bräuche verneint, die man selbst für heilig hält. Und ab  einer gewissen kritischen Masse an Gläubigen oder Ungläubigen ist der gewaltsame Konflikt vorprogrammiert.

Der groteske Reigen der Verblendeten: Sie säten “Vielfalt”, Haß und Angst, und jetzt geht ihre Saat auf.

Wer keine Nacht der langen Messer will, stimmt den Sulaimanen zu: Eine von beiden Seiten jedenfalls „gehört hier nicht hin“. Das ist die Kernforderung des Ethnopluralismus. Er erkennt die Gleichwertigkeit aller verschiedenen Ethnien und Kulturen an. Weil er sie alle für schützenswert hält, bedarf es zu ihrem Schutz staatlicher Grenzen, innerhalb deren jede Ethnie und Kultur ihr Eigenleben entfalten kann.


[1] Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung, hier entnommen: Klaus Kunze, Das ewig Weibliche, ISBN 9783938176719, S.116.

Dieser Kommentar erschien auch auf der Internetseite von Klaus Kunze:

„Ihr gehört nicht hierhin!“

Klaus Kunze

Klaus Kunze, seit 1984 selbständiger Rechtsanwalt in Uslar, von 1970-71 Herausgeber eines Science-Fiction-Fanmagazins, von 1977 bis 1979 Korrespondent der Zeitung student in Köln, seit 1978 diverse Beiträge in genealogischen und heimatkundlichen Fachzeitschriften, seit 1989 Beiträge für politische Zeitschriften wie u. a. die Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT

Das neue Buch von Klaus Kunze:

Klaus Kunze ist auch Autor der folgenden Bücher im Lindenbaum Verlag:

Klaus Kunze, Die solidarische Nation

Klaus Kunze: Die solidarische Nation. Wie Soziales und Nationales ineinandergreifen. Gebundene Ausgabe, 206 Seiten, Preis: 19,80 Euro ist hier erhältlich: https://lindenbaum-verlag.de/produkt/die-solidarische-nation/

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Klaus Kunze, Identität oder Egalität

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Klaus Kunze, Das ewig Weibliche im Wandel der Epochen

Klaus Kunze: Das ewig Weibliche im Wandel der Epochen. Von der Vormundschaft zum Genderismus. Hier erhältlich!

Klaus Kunze, Staatsfeind Liberalismus

Die folgenden Druckausgaben unserer Zeitschrift sind noch erhältlich:

Die aktuelle Druckausgabe der Zeitschrift wir selbst, Nr. 55/1-2024:

Die Aktivisten des guten Verbrechens: Wir müssen jetzt radikal werden

von Boris Blaha

Die Aktivisten des guten Verbrechens: Wir müssen jetzt radikal werden

Alles Nazis außer Mutti war gestern. Jene, welche noch vor Kurzem mit dem Finger auf jeden zeigten, der ihre Meinung nicht teilte, präsentieren sich nun selbst als direkte Nachfolger der revolutionären Bewegungen des zwanzigsten Jahrhunderts, was nicht weiter überrascht, denn jedem Kundigen war bewusst, dass Faschist und Antifaschist in ihrer imaginären Verklammerung zusammengehören wie zweieiige Zwillinge.

Wenn das Klima, wie seine Jünger nicht müde werden, uns täglich als apokalyptische Johannes Posaune ins Ohr zu pusten, immer extremer wird, muss kriegslogischerweise zur Bekämpfung dieser drohenden Urkatastrophe auf jene Gewaltexzesse zurück gegriffen werden, die dem „Zeitalter der Extreme“ den Namen gegeben haben.

Frau Prof. Hedwig Richter, die gerade mit Bernd Ulrich ein Buch unter dem Titel „Demokratie und Revolution“ geschrieben hat und gelegentlich eine gewisse Leidenschaft an den Tag legt, sich mit decouvrierenden Sentenzen ins Gespräch zu bringen, äußerte kürzlich in einem taz Talk einen Satz, der es wert ist, erwähnt zu werden, weil er, wie oben schon angedeutet, eine neue Qualität markiert. Lassen Sie mich, bevor wir zur anstößigen Sache selbst kommen, zunächst den Rahmen erläutern, in dem das Ganze stattfand.

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Zeitschriftenkritik: casa | blanca

von Werner Olles

Zeitschriftenkritik: casa | blanca

Wenn eine intellektuell und politisch derart heruntergekommene Regierung samt „größter Oppositionspartei“ und mit erzwungenen Steuermilliarden bestochenen ÖRR-Staatsmedien Analyse und Information durch moralische Appelle und repressive beziehungsweise regressive Aktionen (Corona-Maßnahmen, „Kampf gegen rechts“, klima- und energiepolitische Kostenexplosion, Folgen der illegalen Masseneinwanderung, allgemeine Militarisierung etc.) ersetzt, und die Krise zumindest des Geldes das öffentliche Bewußtsein erreicht hat, in welch verquerer Gestalt auch immer, dann ist die Zeit für eine Ideologiekritik, die diesen Namen auch verdient hat, gekommen. Denn es sind die häßlichen Erscheinungsformen der jetzt gern wieder beschworenen westlichen und demokratischen Werte und die Ideale der Aufklärung, die in der Krise, die eher eine Katastrophe ist, kulminieren.

Den Nachweis dieses nun wirklich nicht mehr zu leugnenden Zusammenhangs liefert die jüngst neuerschienene und ca. 140 Seiten umfangreiche politische Halbjahreszeitschrift „casa/blanca“ (1/2024) mit dem vielsagenden Untertitel „Texte zur falschen Zeit“ und dem Schwerpunktthema „Der Westen ist einsam. Von der Aufgabe bürgerlicher Freiheit“.  Könnte man den ersten Teil des Titelthemas noch etwas flapsig mit „Selber schuld, das hat er sich redlich verdient!“ kommentieren, ist jedoch seitdem ganz konkret eine Situation herangereift, in der sich das weitere Schicksal radikaler Gesellschafts- und Ideologiekritik entscheidet. Dabei stößt der Entschluß gerade jetzt in die Offensive zu gehen, Position zu beziehen, publizistisch Einfluß zu gewinnen, internationale Kontakte auszubauen und links wie rechts diskussionsunwilligen, kategorial abgestumpften und abgewirtschafteten Platzhaltern der „Zeitenwende“ noch energischer als bisher Konkurrenz zu machen, geistes-, ideengeschichtliche und kulturtheoretische Probebohrungen auf den Weg zu Selbstbewußtsein und Freiheit zu bringen, zwar naturgemäß auf nur wenig Gegenliebe. Dennoch muß der Versuch unternommen werden „zu begreifen und das heißt: auf den Punkt zu bringen, was gegenwärtig geschieht und wie sich die Wirklichkeit durch das, was geschieht, verändert. Solche „Texte zur falschen Zeit“ werden in „casa/blanca“ künftig erschienen“, liest man dazu  im Editorial der Redaktion.

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Spielplanänderung im Theater des Westens?

von Rocco Burggraf

Spielplanänderung im Theater des Westens?

Die Inszenierung „Great Reset“ hatte ja einiges zu bieten. Die Umgestaltung der Wissenschaft in einen politischen Klangkörper. Die Wandlung biologischer Geschlechter in soziale Konstrukte. Die vorzugsweise in sonnenbeschienenen Betonwüsten nachgewiesene Erderwärmung. Die geniale Umwidmung der Atemluft in ein gebührenpflichtiges Klimagas. Der Ersatz moderner flächensparender Kraftwerke durch flächendeckend kulturlandschaftsverschandelnde Ventilatoren in Weiß, und kaum minder flächendeckend kulturlandschaftsverschandelnde Plastikfelder in Schwarz. Die Umwandlung des deutschen Territoriums in ein experimentelles Siedlungsgebiet. Der folgende, vorzugsweise durch Feministinnen und Homosexuelle gefeierten, millionenfache Import erzkonservativer Patriarchen. Die im Zuge dessen vollzogene Metamorphose der Kirche zur SPD-nahen Seenotrettungsgesellschaft. Den Ersatz der Rechtschreibung durch die freie Zeichensetzung. Die ethische Säuberung von Büchern, Bildern, Filmen, Liedtexten und ganzen Museen. Das Einsperren und milliardenschwere Turboimpfen der halben Menschheit, nachdem sich ein Virus auf dem Globus verbreitet hatte, der aus dem Darm einer als Suppeneinlage verkauften Wochenmarktfledermaus stammte, die ihrerseits mit der eng verwandten, zielgerichtet kontaminierten Versuchsfledermaus aus dem benachbarten Biowaffenlabor keinesfalls zu verwechseln war. Und schließlich noch den größten Wirtschaftsterrorakt der Menschheitsgeschichte, der vom Kombüsentisch eines Segelbootes aus am 80m tiefen Meeresgrund stattfand.

Ich kann sagen, ich war dabei. Von Anfang an. Als Rezensent im ersten Rang. Die geschätzten Leser äußerten zuletzt allerdings ihr Unverständnis, dass ich immer nur lange, mal mehr mal weniger lustige Texte fabriziere, statt endlich mit dem Werkzeug meiner Wahl auf die Bühne zu springen, um dem Schauerstück mit sämtlichen Beteiligten ein Ende zu bereiten. Dafür möchte ich mich ausdrücklich entschuldigen. Nach der latent sadistischen Dauerbeschreibung des Untergangs – spirituell Vorgebildete sehen satanisches Wirken, mehr parteipolitisch Argumentierende nennen es in der Regel einfach linke Hybris – möchte ich Buße tun und mich heute den Lichtern im Theatertunnel zuwenden. Ausnahmsweise.

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Die neue Druckausgabe der wir selbst: Globales Denken als lokaler Ruin.

Selbstbehauptung erfordert Selbstbegrenzung

In der aktuellen Ausgabe der wir selbst (Zeitschrift für nationale Identität) werden die verheerenden Auswirkungen der Globalisierung und des Globalismus auf Nationalstaaten und Völker ohne Staat analysiert. Der Verlust an nationaler und regionaler Selbstbestimmung und die Konzentration von Macht, die sich im globalen Rahmen durch Wirtschafts- und Finanzkonzentrationen ohne demokratische Legitimation etabliert hat, wird einer fundamentalen Kritik unterzogen. Mit vielen weiteren Artikeln zu brandaktuellen politischen Themen! Unterstützen Sie bitte unsere redaktionelle Arbeit mit einer Bestellung!

Hier kann man die neue Ausgabe (wir selbst. Zeitschrift für nationale Identität, Nr. 55/1-2024) bestellen: https://lindenbaum-verlag.de/produkt/wir-selbst-zeitschrift-fuer-nationale-identitaet-nr-55-1-2024-globales-denken-als-lokaler-ruin-globalisierung/
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Das rechte Weltbild

Buchneuerscheinung von Klaus Kunze

Auf den Spuren der geheimnisvollen „Rechten“

Wer sind eigentlich jene geheimnisumwitterten „Rechten“, gegen die sich unsere rotgrüne Linke dauernd so erbittert abkämpft? In welchen geheimen geistigen Schlupfwinkeln verstecken sie sich? Was bewegt sie in ihren tiefsten, gewiß verruchten Herzen? Hat der „rechte Haß“ diese nicht längst zerfressen?

Werden wir vielleicht fündig, wenn wir geheime Rollator-Konferenzen belauschen, oder sollten wir besser gleich einen linken Psychiater nach seiner Diagnose fragen?

Fragen über Fragen!

Endlich können Sie die Antworten auf alle quälenden Fragen lesen und alles erfahren, was Sie schon immer über diese Rechten wissen wollten und nicht offen zu fragen trauten: Wie denken Rechte? Wie fühlen sie? Gibt es ganz spezifische Unterschiede zur Denkstruktur und den emotionalen Bedürfnissen zum Beispiel von Linken oder von Gläubigen, die Seelentrost im Jenseits suchen?

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Gesinnungspolizei im Rechtsstaat!

Rezension des Buches von Klaus Kunze

Gesinnungspolizei im Rechtsstaat!

Haben Sie Angst vor dem Verfassungsschutz? Das brauchen Sie nicht. Sie sind ihm vermutlich intellektuell weit überlegen.

Zu diesem Urteil kann man bei der Lektüre der Analyse und der sechs Fallstudien Mathias Brodkorbs gelangen. Die Dreistigkeit, mit der unser Inlandsgeheimdienst seit vielen Jahren Recht und Gesetze bricht, wird nur noch von der offenkundigen fachlichen Unfähigkeit überboten.

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Wo ist der Anstand geblieben?

von Dr. Florian Sander

Wo ist der Anstand geblieben?

Es ist einige Tage her, als ich davon hörte, dass kürzlich (als Nachrückerin) die erste gehörlose Abgeordnete in den Bundestag eingezogen ist. Die SPD-Politikerin Heike Heubach wird künftig über Gebärdensprachen-Dolmetscher die Sitzungen verfolgen und wohl auch auf diese Weise ihre eigenen Reden halten. Als Politiker, der selbst eine Behinderung hat, interessierten mich die öffentlichen Reaktionen darauf – und mich reizte auch die Neugier darauf, ob es dazu tatsächlich die so oft beschworene „Hassrede“ geben würde oder ob sich diese Befürchtung eher als Phantom entpuppt.

Was ich dann unter den Postings der größeren Medien auf Facebook zu der Nachricht an Kommentaren las, übertraf meine schlimmsten Erwartungen. Stellenweise zwar positive Kommentare, zu mindestens fünfzig Prozent aber Kommentare, die entweder aus schlechten Witzen über Gehörlose bestanden oder aber aus geiferndem Gezeter darüber, was diese ganzen Dolmetscher denn alle „den Steuerzahler kosten“ würden. Den traurigen Gipfel dieser verbalen Hass-Exzesse bildeten unter anderem Tiraden darüber, dass derlei ja „des Parlaments unwürdig“ sei. Irgendwann klickte ich die Seiten angewidert weg.

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