von Prof. Matthias Moosdorf, MdB
„Ein Europa der Vaterländer – Für Souveränität, Demokratie und kulturelle Vielfalt“
Europa ist mehr als eine politische Konstruktion. Es ist ein gewachsener Kulturraum, geprägt durch Geschichte, Sprache, Tradition, Recht und Glauben seiner Völker. Diese Vielfalt ist keine Schwäche, sondern die eigentliche Stärke Europas. Die gegenwärtige Europäische Union jedoch entfernt sich zunehmend von diesem Grundgedanken. Statt eines Bundes freier Nationen entwickelt sie sich zu einem zentralistischen, demokratisch nur unzureichend legitimierten Machtapparat, der immer tiefer in die inneren Angelegenheiten der Mitgliedstaaten eingreift. Diese Entwicklung widerspricht sowohl dem Geist Europas als auch dem Willen vieler seiner Bürger.
Ein Europa der Vaterländer setzt genau hier an. Es versteht Europa nicht als supranationalen Staat, sondern als einen Verbund souveräner Nationen, die freiwillig und interessengeleitet zusammenarbeiten. Ziel ist nicht die Abschaffung der europäischen Zusammenarbeit, sondern ihre Rückführung auf eine legitime, demokratische und funktionale Grundlage. Kooperation soll dort stattfinden, wo sie sinnvoll ist – nicht dort, wo sie nationale Demokratie, Selbstbestimmung und kulturelle Identität untergräbt.
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