Überleben

von Brigadegeneral a.D. Reinhard Uhle-Wettler


Überleben

In dem bedeutenden Buch „Deutschland im Umbruch“ von Willy Wimmer wird der Autor auf Seite 239 unter anderem wie folgt vorgestellt: „Ab 1985 drei Jahre lang Leiter der Arbeitsgruppe „Verteidigungspolitik“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, im Anschluß Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministers der Verteidigung (bis 1992). Als „Bundesverteidigungsminister (üb)“ nahm er 1989 am letzten NATO-Großmanöver Wintex/Cimex vor dem Fall des Eisernen Vorhangs teil. Als während der Übung ein Nuklearangriff auf Dresden und Potsdam erfolgen sollte, empfahl er den sofortigen Ausstieg Deutschlands aus der Übung, dem Bundeskanzler Helmut Kohl postwendend entsprach.“ Die Gefahr, daß Mitteleuropa, insbesondere Deutschland zum Aufmarschgebiet der Nato und zum atomaren Schlachtfeld eines Krieges zwischen Rußland und der Nato/USA wird, ist heute noch immer gegeben. Mehrere Abrüstungsverträge sowie vertrauensbildende Maßnahmen der USA und der NATO aus den Zeiten der Präsidenten Reagan und Gorbatschow sind inzwischen ersatzlos aufgekündigt worden. Von Abrüstung wird zurzeit nicht einmal gesprochen. Deutschland brüstet sich entgegen seinen Friedenspflichten aus der Verfassung und dem 2 plus 4 -Vertrag sowie dem Kohl-Brief vom 3.10.1990 an alle Regierungen der Welt als Hauptunterstützer der Ukraine und ihres Stellvertreterkrieges gegen Rußland. Anstatt den Aufbau einer funktionierenden Demokratie in geduldiger, bewaffneter Neutralität fortzuführen, opfert die ukrainische Führung die Besten ihres Landes in einem größenwahnsinnigen Freiheitskampf, den sie trotz der Unterstützung der USA und der NATO nicht gewinnen kann. Der Rücktritt aus der Gemeinschaft unabhängiger Staaten und das Bestreben nach einem Beitritt zur NATO kam einer Kriegserklärung an Rußland gleich. Die Rücknahme der Zustimmung zu den weitgehend gediehenen Verhandlungen mit Rußland in Istanbul auf Anordnung des extra angereisten britischen Premiers Boris Johnson bewies ihre Machtlosigkeit und die Einmischung fremder Mächte.

Das hochverschuldete und in 2 Kriegen ausgeplünderte Deutschland aber setzt seine viele Milliarden teure Unterstützung des Ukrainekrieges fort. Zweimal haben die europäischen Nachbarn gezeigt, daß sie eine deutsche Führung in Europa nicht dulden. Dennoch verkündet der Bundeskanzler, er wolle Deutschland zur stärksten konventionellen Streitkraft in Europa machen. Und dies nach einem 2. Dreißigjährigen Krieg, der Deutschland mehr als 6 Millionen Männer, also den Großteil seines Nachwuchses gekostet hat! Der amerikanisch-russische Ukrainekrieg schwächt Rußland, stärkt damit China und dessen asiatische Ambitionen und schädigt Deutschland. Der geopolitische Grundsatz von Halford John Mackinder, ein Zusammengehen von Deutschland mit Rußland müsse verhindert werden, ist überholt. An die Stelle des technologisch hochentwickelten Deutschlands ist längst China getreten, dem die USA törichterweise Rußland in die Arme getrieben hat. Dieser eurasische Machtblock gefährdet nun die USA wirklich. Der Währungskrieg zur Ablösung der Herrschaft des Dollars ist bereits im vollen Gange.

Der sogenannte „freie Westen“ muß endlich begreifen, daß Sicherheit in Europa nur mit und nicht gegen Rußland zu erreichen ist. Diese Unteilbarkeit der Sicherheit hat die Züricher Zeitung „Zeit-Fragen“ Nr. 18 vom 1.September 2026 in dem Artikel „Welche Nachkriegsordnung für Europa?“ auf der Grundlage diplomatischer Meinungen aus den USA sehr gut beschrieben. Also muß zwingend die Diplomatie wieder ihre traditionelle Aufgabe wahrnehmen. Das liegt im deutschen Interesse, ob das den USA nun gefällt oder nicht. Es geht um Deutschlands Überleben. Der ehemalige Generalinspekteur, Harald Kujat, zeitweise Vorsitzender des Nato-Militärausschusses und des Nato-Rußlandrates, hat sich in zahlreichen Artikeln, Videos und Vorträgen für Verhandlungen mit Rußland eingesetzt. Ähnliches gilt für General a.D. Gerd Schultze-Rhonhof. General a.D. Erich Vad, ehemaliger Berater der Bundeskanzlerin, hat in zwei aktuellen Büchern die Notwendigkeit zu Verhandlungen mit Rußland umfassend beschrieben und die gewachsene, drohende Kriegsgefahr für Deutschland hervorgehoben. Schließlich hat er in Zusammenarbeit mit dem bekannten altersweisen Politiker von Dohnanyi zwei weitere Bücher für eine kluge deutsche Außenpolitik für das Überleben Deutschlands und die Wahrung des Friedens geschrieben. Diese Aktivitäten werden von den öffentlich-rechtlichen Medien offensichtlich bewußt verschwiegen bzw. den Deutschen vorenthalten. Ein schwerer Verstoß gegen den Medienstaatsvertrag, der eine umfassende Berichterstattung vorschreibt.

Nun ist Überleben nach unserem Verständnis mehr als der Erhalt der physischen Existenz. Dazu gehören wesentlich der Schutz, die Pflege und die Weiterentwicklung unserer Wertewelt. Hier hat sich erst kürzlich die bekannte Fürstin Gloria von Thurn und Taxis mit ihrem mutigen und gut recherchierten Buch: „Lieber unerhört als ungehört“ hervorgetan. Ihr Eintreten für die überkommene Wertewelt und das sittliche Erbe der Deutschen sollte für Alle ein Ansporn sein.

Der verstorbene ehemalige Kriegsteilnehmer und erfolgreiche Bankier Erhard Boedecker hat mit dem Bau und Betrieb des Preußenmuseums in Wustrau ebenfalls Vorbildliches für das deutsche Erbe getan. Mit mehreren hervorragenden Büchern über Preußen, sein herausragendes Bildungssystem und seine glänzende Wirtschaft sowie mit einem Videofilm über die positiven Seiten des letzten Kaiserreiches hat er das patriotische Lebenswerk großartig abgeschlossen. Natürlich hat die Linke in Berlin dafür gesorgt, daß die Ehrenplakette für seine Millionenspende zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses von der Fassade entfernt wurde!

Dem gegenüber hat der ehemalige Fernsehmoderator und Theologe Peter Hahne mit zahlreichen zeitkritischen Büchern offen den Finger in die Wunde gelegt und sich nicht gescheut, sich zugleich für das Christentum und seine herausragende Sittlichkeit (Goethe in den Gesprächen mit Eckermann) einzusetzen.

Die Zahl der Stimmen für das Überleben der Deutschen ist endlos lang. Jedoch die politische Klasse reagiert darauf nicht im erforderlichen demokratischen Sinne, sondern unterdrückt die grundgesetzlich garantierte freie Meinungsäußerung auch noch durch ein Amt für Verfassungsschutz, das mit seiner Gesinnungsschnüffelei als ein öffentlicher Pranger den vermeintlich freien Staatsbürger zum ängstlichen Wegducker erzieht. In diesem Zusammenhang sind auch die öffentlich-rechtlichen Massenmedien zu nennen, deren seichte und oft primitive Unterhaltungssendungen einschließlich der unerhört aufdringlichen Werbesequenzen auch noch von den Bürgern bezahlt werden müssen („Bezahlfernsehen!). Die Deutschen sitzen auf einem über 1000 Jahre alten Berg von Kultur. Doch davon ist in den Fernsehprogrammen kaum etwas zu spüren. Stattdessen werden zumeist englische Antinazi-Filme der psychologischen Kriegsführung fast täglich vorgeführt, so daß man glauben muß, der antideutsche Berater der britischen Regierung während des II. Weltkrieges, Robert Vansittart, sei wieder auferstanden.

Darüber hinaus muß selbst die Deutsche Sprache, für die sich „Der Verein deutsche Sprache“ (VDS) in Dortmund mit seinem Vorsitzenden Walter Krämer seit Jahrzehnten vorbildlich einsetzt, ohne Unterstützung durch die Massenmedien um ihren Erhalt und gegen die Anglifizierung kämpfen.

Wer sich um das Überleben des deutschen Volkes und damit auch um das demographische Defizit sorgt, muß das Buch „Zeitsignale“ von Kurt Biedenkopf lesen. Hierin diskutiert der kluge und einflußreiche Professor das Problem ausführlich, umfassend und sehr ernsthaft schon anfangs der 90er Jahre. Rentensystem, Zukunftsgestaltung, Pflegedienst, Generationenkonflikt, Abgabenlast und Versicherungsdienst werden angesichts der Alterssklerose des deutschen Volkes aufbereitet. Allerdings führt Biedenkopf auf der Seite 149 folgendes aus: „Vorschläge und Vorlagen, die wir durch unser Institut für Wirtschaft und Gesellschaft – IWG Bonn – in den zurückliegenden knapp 10 Jahren vorgelegt haben, wurden ignoriert. Ihre Diskussion wurde verweigert. Ausarbeitungen für die Parteiführung blieben ohne Resonanz. Teilweise wurde nicht einmal ihr Eingang bestätigt.“

Wissenschaftliche Belege über das demographische Defizit gibt es darüber hinaus zuhauf. Hier sei nur auf die Forschungen und Bücher des renommierten Professors Herwig Birg hingewiesen. Er beschäftigt sich mit der „demographischen Zeitenwende“ bzw dem Bevölkerungsrückgang in Deutschland und Europa. Nimmt man die millionenfachen Abtreibungen hinzu, so hätten wir ohne sie heute keinen Fachkräftemangel und keinen Bedarf an ausländischen Fachkräften. Das eigentliche Problem ist also der mangelnde politische Mut und Wille, eine dementsprechende Politik zu betreiben. christopher streat days und Propaganda für queere Menschen anstatt für die herkömmliche Familie und die Mutterschaft sind nach aller Logik keine Abhilfe.

Es wäre falsch, diese oben beschriebenen Gefährdungen des Überlebens auf den gerade amtierenden Bundeskanzler oder eine bestimmte Partei abzuschieben. Das Ausbleiben einer vernünftigen Bevölkerungspolitik, Billionen Schulden, Niedergang der Bildungspolitik (jüngste Pisastudie), mangelhafte Sicherheitspolitik bis hin zur Wehrlosigkeit („Wir sind blank!“, General Alfons Mais), unerhörte Schwierigkeiten des Rechtswesens mit Straflosigkeit von Straftätern aus Mangel an Mitteln und Personal, auch wegen des teilweise überholten Rechtssystems sowie eine anhaltende wirtschaftliche Rezession sind in Jahrzehnten angewachsene Probleme. Das Parlament hat dem zugesehen und es geschehen lassen. Zurzeit sieht es so aus, als würde nur die AFD als neue politische Kraft dazu zwingen, diese Tatenlosigkeit aufzugeben und wirkliche, durchschlagende Reformen durchzuführen. Schon die Wiedervereinigung unseres geteilten Vaterlandes ist ohne echte diplomatische Operationen (Egon Bahr) des Westens allein durch die DDR-Deutschen errungen worden. Wie konnte das geschehen?

Eine Erklärung kann ein Artikel in der Züricher Zeitung Zeit-Fragen, Ausgabe Nr. 19/20 vom 16. September liefern. Unter dem Titel „Eine Kultur der Unterwerfung“ des Amerikaners Patrick Lawrenz finden wir folgende Äußerungen: „Wenn man das Wesentliche des Nachkriegsprojekts in Deutschland zusammenfassen wollte, würde ich sagen, daß sein bleibendes Ergebnis ein neugeformtes Bewußtsein ist. Ein deutschsprachiger Schweizer Freund drückte es neulich so aus: „Die Deutschen haben mehr als alle anderen Europäer und vor allen anderen gelernt, die Sprache des Siegers zu sprechen.“ Und der Autor fährt fort: „Deutschland ist seit einem Dreivierteljahrhundert nicht mehr es selbst. Die Deutschen sind psychologisch gesehen in gewisser Weise von sich selbst getrennt, losgelöst. Das ist ein seltsamer Zustand für ein Volk, das mir immer als charakterstark erschienen ist.“ Das können wir einfach erklären.

Schon 1965 hat Freiherr Caspar Schrenck-Notzing das Standardwerk über die Umerziehung der Deutschen mit dem Titel: „Charakterwäsche“ herausgegeben. Darin beschreibt er in allen Einzelheiten Ziele und Methoden, den Charakter der Deutschen als Vollendung des Sieges über sie zu verändern. Eine erweiterte Neuauflage ist 1980 in dem verdienstvollen Ares-Verlag erschienen. Sie endet mit dem traurigen Halbsatz: „die Umerziehung der Deutschen ist – 1980 – erfolgreich abgeschlossen.“ Dieser ungeheure Vorgang ist den meisten Deutschen gar nicht bewußt. Sie laufen mit dem Programm der Sieger im Kopf durch die Gegend, sprechen nicht mehr vom Deutschen Volk und der deutschen Nation, bewältigen ohne Unterbrechung die angeblich überwiegend negative Deutsche Vergangenheit und erstreben eine multikulturelle und multireligiöse Gesellschaft mit aufdringlichem Bekenntnis zu queeren Lebensformen. Schon vor Jahrzehnten hat der Bundestag einer Kunstinstallation mit der Parole: „Der Bevölkerung“ zugestimmt und damit den Wahlspruch über dem Westportal des alten Reichstages: „Dem deutschen Volke“ relativiert. Wer Wünsche nach einem weitgehend homogenen Volk äußert, das weiß, „was sich ziemt“ oder von nationalen Interessen spricht, wird regelmäßig als Rechtsextremist ausgegrenzt und durch das umstrittene Amt für Verfassungsschutz an den Pranger gestellt. Ein vereintes Europa kann aber nur mit funktionsfähigen, gesunden Bausteinen, also mit integrierten Völkern in eigentümlichen Nationen errichtet werden.

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Das Buch „Vasallen“ von General Reinhard Uhle-Wettler (112 Seiten, Pb., Preis: 9,80 Euro) kann beim Lindenbaum Verlag per E-Brief bestellt werden: lindenbaum-verlag@web.de

Immerhin hat der Historiker Stefan Scheil im Jahr 2012 eine sehr bedeutende Studie über die Bildungspolitik, die Elitenbildung und die Entstehung der Sozialwissenschaften in der Bundesrepublik Deutschland seit 1945 als Teil der bewußten Siegessicherung und abschließende Kriegshandlung verfaßt. Der schlichte Titel lautet: Transatlantische Wechselwirkungen, Untertitel: Der Elitenwechsel in Deutschland nach 1945. Damit sind wir im Besitz eines wissenschaftlichen, historischen Werkes, aus dem wir unter anderem die falsche geistige Prägung der Nachkriegsgenerationen mit der Gnade des Nullpunktes, dem Traditionsbruch und der Verfemung des Nationalgefühls erklären können. Demzufolge gefällt sich die Deutsche Intelligenz überwiegend in der „negativen Fixierung“ (Winfried Martini) an das III.Reich bis hin zu totalitären Tendenzen gegenüber Andersdenkenden. Eine Entwicklung der Demokratie zur Tyrannis durch ein Übermaß an Freiheit, die schon der weise Platon in dem 8. Buch seines Werkes: „Politeia“ mindestens 350 Jahre vor Christi Geburt trefflich beschrieben hat.

Der hochgebildete Journalist Johannes Groß beginnt das erste Kapitel seines Buches: Phönix in Asche 1989 mit folgenden Ausführungen: „Der Vogel Phönix war, wie die alten Schriftsteller berichteten, dem Adler in Form und Größe ähnlich, war am Schwanz bräunlichschwarz, sein Körper schrarlachrot, der Hals glänzte wie Gold. An seinem Ende verbrannte er zu Asche, aus der er sich als ein junger Phönix erhob, um in die Lüfte aufzusteigen. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich aus der Asche des Reiches gebildet, aber sich nicht in die Lüfte gehoben, sondern in der Asche Platz genommen wie in einem Nest.“

Wenn wir überleben wollen, müssen wir die von Helmut Kohl im Jahre 1982 versprochene geistige Wende von unseren Politikern endlich einfordern Ihre Aufgabe ist es, den Deutschen zu sagen, wohin es gehen soll und welche „manifest destiny“, also welche Bestimmung sie für Deutschland sehen und verfolgen. Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, hat dazu dem Sinne nach geäußert, daß Europa und mit ihm Deutschland keine Vision und kein Ziel hat. Die Deutschen wüßten nicht, wozu sie da sind. Jedenfalls brauchen wir einen planmäßigen Aufbruch zu neuen Ufern und den unüberhörbaren Einsatz für den Frieden bzw eine konsequente Verfolgung der Ideale des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen, wie es der Freund der Deutschen und langjährige Mitarbeiter der UN-Menschenrechtskommission, Professor Dr. Alfred de Zayas unermüdlich öffentlich einfordert. Das wäre ganz praktisch die Fortsetzung des KSZE-Prozesses durch die nachgefolgte OSZE im Sinne der Schlußakte von Helsinki. Die Abordnung der ehemaligen deutschen Außenministerin Annalena Baerbock auf den Posten als Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die in aller Öffentlichkeit laut in die Gegend geschrien hat „wir müssen Rußland ruinieren“ und an anderer Stelle ausrief: „wir befinden uns im Krieg mit Rußland“, hat bewiesen, daß viele deutsche Politiker noch nicht begriffen haben, welchen Schaden sie durch grob fahrlässiges Dulden und Belohnen solcher Inkompetenz in der Welt anrichten.

Ein neuer kalter Krieg mit Wirtschaftssanktionen provoziert ein Wiederaufleben des imperialistischen Bolschewismus. Ausbildung fremder Soldaten, Waffenproduktion und Lieferung kriegswichtigen Materials für kriegführende Länder gefährden Deutschland unmittelbar und fördern den Verdacht der verdeckten Kriegsführung. Der Einsatz deutscher Soldaten im Ausland entspricht ebenfalls keineswegs der gesetzlich und vertraglich auferlegten Friedenspflicht. Dagegen ist eine starke Heimat- und Zivilverteidigung einschließlich des Aufbaues einer umfassenden Luftverteidigung überlebenswichtig. Hier hat Deutschland einen ganz erheblichen Nachholbedarf.

Noch einmal: Wenn Deutschland, das auf die abschreckenden ABC-Waffen verzichten mußte, überleben will, dann geht das nur als Friedensmacht, freilich in einem festen gesamteuropäischen Verteidigungsbündnis unter Beachtung der russischen Sicherheitsinteressen.

Stand September 2026

Unser Titelbild zeigt: Der trotz mehrer direkter Treffer scheinbar unbeschädigt wirkende Kölner Dom steht inmitten der vollständig zerstörten Innenstadt von Köln. Hinter der Kathedrale ist der zerstörte Hauptbahnhof, so wie weiter östlich die eingestürzte Hohenzollernbrücke zu erkennen. 24 April 1945. (Urheber: U.S. Department of Defense. Department of the Army. Office of the Chief Signal Officer.)

Brigadegeneral a.D. Reinhard Uhle-Wettler

Reinhard Uhle-Wettler wurde als Sohn eines Berufsoffiziers 1932 in Kiel geboren und wuchs in Jena auf. Nach dem Abitur 1953 ging er zunächst zur Handelsmarine. Von 1955 bis 1956 war er beim Bundesgrenzschutz tätig. Während seiner militärischen Laufbahn wurde er u. a. ab 1972 als Kommandeur beim Fallschirmjägerbataillon 261 in Lebach, vom 1. Oktober 1982 bis 30. September 1985 als Kommandeur der Panzerbrigade 12 in Amberg, im Bundesministerium der Verteidigung und zuletzt als stellvertretender Kommandeur der 1. Luftlandedivision in Bruchsal verwendet. Sein letzter Dienstgrad war der eines Brigadegenerals. Daneben war er als Mitarbeiter militärischer Fachzeitschriften und der US-Militärenzyklopädie tätig. Von 1995 an führte der pensionierte General als Vorsitzender die Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft zu Hamburg (SWG). Er veröffentlichte zahlreiche Artikel zu Gegenwartsfragen in politischen Zeitschriften.

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