wir selbst – Zeitschrift für nationale Identität als Druckausgabe

wir selbst – Zeitschrift für nationale Identität als Druckausgabe

In unserer aktuellen „wir selbst“-Ausgabe (erscheint am 15. Mai 2022) haben wir nun erstmals seit 20 Jahren wieder in einer Druckausgabe (Format: DIN A4, 146 Seiten, Preis: 15,00 Euro + Versandkosten) den Versuch unternommen, einige grundsätzliche Fragen, die sich angesichts der aktuellen Lage in Deutschland und im Osten Europas mit Nachdruck stellen, sachlich und von kompetenten Autoren zu untersuchen. Ob wir wirklich vor einer „Zeitenwende“ stehen, die einige Auguren des polit-medialen Herrschaftskomplexes zu erkennen glauben, ist noch längst nicht sicher. Zu prägend war in den zurückliegenden Jahrzehnten die Verleugnung nationaler Interessen in der etablierten Politik, zu stark die Hypermoralisierung in allen Gesellschaftsbereichen, zu gering die Beachtung der solidarisierenden und stabilisierenden Wirkung von nationalen Identitäten in ganz Europa. Diesen Fragen wollen wir in Zukunft unsere besondere Aufmerksamkeit schenken. Unsere Leser können uns dabei unterstützen: durch den Kauf von Einzelheften, Abonnements, durch inhaltliche Beiträge, eigene Werbemaßnahmen… Wir sind für jede Hilfe dankbar!

Der Herausgeber Siegfried Bublies gibt in seinem einleitenden Beitrag „Rußlands Krieg in der Ukraine, das Ende der Illusionen und die Renaissance des Nationalstaatlichen“ einen Überblick über die geo- und nationalpolitische Bedeutung des Krieges in der Ukraine für Deutschland und die europäischen Völker.

Generalmajor a.D. Schultze-Rhonhof mit seinem kenntnisreichen Beitrag: „Ist Putin wirkliche ein Kriegsverbrecher?“

In dem großen Artikel von Generamajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof wird die Entwicklung im Osten Europas nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums eingehend behandelt und die besondere Lage und die Sicherheitsbedürfnisse Rußlands unter den Bedingungen einer sich immer weiter nach Osten vorschiebenden NATO unter geopolitischen und militärstrategischen Aspekten analysiert. Der General kommt zu einer sehr ausgewogenen Beurteilung des gegenwärtigen Krieges in der Ukraine, die auch massive Kritik an der westlichen Hegemonialmacht USA und deren vielfältigen völkerrechtswidrigen Kriegen in anderen Regionen der Welt beinhaltet.


Dr. Christian Böttger (Ethnograph, Volkskundler und Geschichtswissenschaftler) widmet sich in seinem wissenschaftlich außerordentlich kenntnisreichen Beitrag der Ethnogenese des russischen Volkes und den geschichtlichen Wurzeln Rußlands, die tief in das Gebiet der Ukraine hineinreichen, und belegt, daß die Ukraine schon vor dem Ersten Weltkrieg kein ethnosozialer Organismus war und bis in die Gegenwart als Staat ethnisch-kulturell inhomogen und zerfasert ist. Diese Kenntnisse des geschichtlich Gewordenen in der Ukraine und der identitären Verklammerungen mit dem russischen Volk sind von enormer Bedeutung, um die Versuche der USA und der NATO zu verstehen, die Ukraine an den Westen zu binden und von der eurasischen Großmacht Rußland fernzuhalten.


Daß unser zentrales Anliegen, die Bedeutung nationaler und ethnischer Identitäten für den politischen Zusammenhalt unterschiedlicher Gesellschaften, nicht nur für den Rußland-Ukraine-Krieg ursächlich ist, sondern unmittelbar auch in Deutschland politische Sprengkraft besitzt, zeigt der Beitrag des Juristen Klaus Kunze. Er analysiert und kritisiert die Rechtsprechung deutscher Gerichte, die bereits die politische Forderung „Erhalt des deutschen Volkes in seinem ethnischen Bestand“ als verfassungsfeindlich einstufen. Kunze unterscheidet klar die staatsrechtliche und die ethnische Volkszugehörigkeit und macht deutlich, daß einzelne Gerichte hier unangemessen Partei ergreifen in einem gesellschaftlichen Klärungsprozeß, in dem sich die Verteidiger des Rechtes auf kollektive Identität als Deutsche einem extremistischen Multikulturalismus gegenübersehen. Inwieweit das deutsche Staatsbürgerschaftsrecht Einschränkungen der Zuwanderung vornehmen darf, um die noch immer national geprägte und selbst heute noch gesamtstaatlich dominant ethnisch-deutsche, lediglich in den Großstädten bereits bröckelnde Homogenität des Staates zu bewahren und die kulturbedingte Solidarität seiner Bürger zu stärken und zu erhalten, gehört zu den zentralen politischen Aufgaben, die bisher noch keine Regierung in Deutschland in Angriff genommen hat.


Dr. Winfried Knörzer erarbeitet in seinem Artikel „Weder Moral noch Menschenrechte“ Gedanken über eine konservative Grundlegung des Widerstandsrechts. In einem weit ausholenden rechtsgeschichtlichen Überblick legt Knörzer dar, daß sich ein Widerstandsrecht gegen eine bestehende Ordnung nicht auf die Existenz abstrakter Menschenrechte berufen kann, sondern an ein konkretes, im wirklichen Leben einer Nation gegebenes positives Recht anknüpfen muß. So gesehen sei das Widerstandsrecht kein Instrumentarium, um etwas revolutionär Neues zu erzwingen, sondern es diene dazu, den Traditionsbestand sittlicher, rechtlicher und kultureller Werte einer bestehenden Rechtsordnung zu bewahren. Die entscheidende Frage nach einer konservativen Qualität des Widerstandsrechts in der aktuellen Wirklichkeit unseres politischen Lebens läßt sich somit ohne Besinnung auf Traditionen unseres deutschen Rechtsempfindens nicht beantworten. Ob es hierfür noch eine gesellschaftliche Basis gibt, wenn der Zeitgeist universalistisch und globalistisch ist und sich die Zerstörung nationalstaatlicher und ethnisch-kultureller Bindungen auf die Fahne geschrieben hat, gehört wohl zu den offenen Fragen unserer Epoche.


Dr. Jens Woitas, bis 2020 noch Mitglied der Partei DIE LINKE, widmet sich in seinem Artikel „Der falsche Traum vom wahren Konservativen“ der politischen Unmöglichkeit eines bürgerlich-liberalen Konservatismus. Er begründet dies mit dem engen Verwobensein des weltweit agierenden globalen Kapitalismus mit dem gesellschaftlichen Liberalismus, der die soziale Wirtschaftsordnung in den jeweiligen Volkswirtschaften prägt. Ob es die Propagierung von grenzenloser Zuwanderung aus fremden Kulturbereichen oder der ungehinderte Kapital- und Finanzfluß weltweit ist: Woitas fordert die konservative oder auch rechte Opposition zur radikalen sozial-ökonomischen Kritik und zu intelligenten Alternativen zum Hyperindividualismus auf.


Der junge Soziologe Dr. Florian Sander nimmt das Projekt der von den etablierten Politikern und deren medialen Hilfstruppen vorangetriebenen „europäischen Integration“ aufs Korn, das letztlich auf vollständigen Entzug der nationalstaatlichen Souveränitäten gerichtet ist. Er entlarvt die irrationalen Gründe für die Sehnsucht nach einer kollektiven Ersatzidentiät, der vor allem Deutsche erliegen, wenn sie die EU als Objekt eines supranationalen Pathos anhimmeln und sich selbst das Etikett „progessiv, liberal und weltoffen“ anheften können. Daß Sander auch die Mythen von der angeblich größeren Wirtschaftskraft und der friedenssichernden Funktion der EU bloßlegt und entzaubert, verweist auf die einzig denkbare gesamteuropäische Alternative: einen losen Staatenbund, der nach dem Prinzip „Einheit in Vielfalt“ eine friedliche Kooperation selbstbestimmter und souveräner Staaten darstellt, in dem als Prämisse die nationalen Identitäten respektiert und geschützt werden müssen.


Da die Konservativen nicht nur in der europäischen Frage, die sie bestenfalls als supranationale Gemeinschaft eines imaginären „Abendlandes“ verstehen, zu weltfremden Ansichten neigen, zielt Werner Olles mit seinem Beitrag „Die Rechte – eine Stütze der kapitalistischen und globalismushörigen Gesellschaft“ auf die skandalöse Nichtbefassung mit der sozialen Frage im politisch konservativ-rechten Sektor. Er zeigt den Zusammenhang von konservativer Fortschrittsgläubigkeit, bürgerlichem Aufklärungsdenken und der daraus entstehenden Entgrenzungsdynamik mit der Folge von Massenzuwanderung, Multikulturalisierung, Kapitalflucht und der Verarmung der Schwächsten im Staat. Daß dies zwangsläufig in eine staats- und rechtsfreie Gesellschaft führen muß, die einer zunehmend anonymisierten und atomisierten Welt unter dem Diktat kapitalistischer Verwertungsstrategien sehr genehm ist, sollte „Rechte“ zum Nachdenken bringen, ob sie weiterhin als Stütze einer kapitalistischen und globa-lismushörigen Gesellschaft dienen wollen.


Dr. Christian Böttger führt uns mit seinem Artikel „Streifzüge durch die Geschichte der Deutschen Volkskunde“ von der Entstehungszeit der wissenschaftlichen Erforschung des Begriffes „Volkskunde“ Anfang des 19. Jahrhunderts an bis in die durch den Konstruktivismus geprägte Gegenwart, in der die ethnologische Forschung die Existenz von Völkern überhaupt in Frage stellt.


Manfred Kleine-Hartlage widmet sich der Deutschenfeindlichkeit und Deutschfeindlichkeit als westliches antideutsches Narrativ, als Geschichtsideologie, die nur zu verstehen ist, wenn man sie im historischen Kontext eines seit 1789 tobenden europäischen Bürgerkrieges sieht. Kleine-Hartlage arbeitet den grundsätzlichen Gegensatz von utopischen, revolutionären und nichtutopischen, konservativen oder rechten Weltanschauungen heraus und sieht Deutschland als Verkörperung des „rechten“ Prinzips, sozusagen als institutionalisierte Konterrevolution. Wie sich in Deutschland nach 1945 durch die Übernahme des westlichen Narrativs ein deutscher Selbsthaß ins kollektive Bewußtsein einbrennen konnte, wie sich die pathologische Nichtidentifikation mit dem eigenen Volk als Kampf gegen das „Böse“ verinnerlichen ließ und die Flucht in eine utopische Weltsicht, die sich universalistisch und globalistisch nennt, aber auf Auslöschung der eigenen deutschen Identität zielt, wird von Manfred Kleine-Hartlage systematisch dargelegt. Daß sich die Deutschfeindlichkeit im größeren Zusammenhang als ideologisches Syndrom zeigt, das sich gegen die Existenz von Völkern schlechthin richtet, macht Kleine-Hartlages Beitrag zu einem politischen Grundsatzartikel, zu einem Plädoyer für den Erhalt tradierter, identitäts- und solidaritätsstiftender Gemeinschaftsstrukturen.


Auch die Artikel von Timo Kölling (Dichtung und Staat. Eine Betrachtung zu der Bedeutung Stefan Georges für den 20. Juli 1944), von Dr. Bodo Scheurig über Henning von Tresckow und seine Bedeutung im Widerstand gegen Hilter und für das Attentat vom 20. Juli 1944 und von Berthold Lauterbach (Italia o morte – Fiume und die Anfänge des Faschismus) widmen sich identitätsstiftenden Facetten der Geschichte, die sich in starken Persönlichkeiten verdichten und in Wort und Tat, in Dichtung, Kampf und Widerstand ins kollektive Gedächtnis der Nationen eingeschrieben haben.

Bitte unterstützen Sie die redaktionelle Arbeit unserer Zeitschrift auch durch die Beachtung unseres Buchprogramms. Hier finden Sie unser Verlagsangebot: https://lindenbaum-verlag.de/

Ein Kommentar zu “wir selbst – Zeitschrift für nationale Identität als Druckausgabe

  1. Schulze-Ronhoff von seinem langen Video über sein Buch „Der Krieg, der viele Väter hat“. Dort teilt er uns Hinweise über die Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges mit, welche die herrschende Geschichtsschreibung und Propaganda verschweigen. Dabei hat er, soweit ich das überblicken konnte, überall gründlich recherchiert.

    Etwas anders sehe ich den Ukraine-Konflikt, wo Putin die Identität des ukrainischen Volkes leugnet. Damit befindet er sich übrigens in der Kontinuität des Zaren-Reiches, in welchem der Gebrauch der ukrainischen Sprache bis 1906 verboten war.

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