Die Feuernacht 1961 in Südtirol – eine Dokumentation

Diese Dokumentation, die anläßlich des Gedenkens an die Geschehnisse in Südtirol vor 10 Jahren, also zur 50. Wiederkehr des Jahrestages der Anschläge durch südtiroler Freiheitskämpfer, vom Sender RAI in Bozen ausgestrahlt wurde, zeichnet sich weitgehend durch Sachlichkeit und Ausgewogenheit aus.

Die Feuernacht vom 11. auf den 12. Juni 1961: Wie kam es zu den Anschlägen am Herz-Jesu-Sonntag des Jahres 1961? Und was haben sie tatsächlich bewirkt? Mit diesen und weiteren brennenden Fragen setzt sich die spannende Dokumentation „Südtirol – Zwischen Hoffnung und Gewalt“ auseinander; sie lässt Zeitzeugen, Südtirol-Aktivisten der sechziger Jahre und Historiker zu Wort kommen.

Am 12. Juni 1961, in der Herz-Jesu-Nacht, werden im ganzen Land 37 Strommasten gesprengt. Die Nacht sollte als „Feuernacht“ in die Geschichte Südtirols eingehen.

Der Paukenschlag gelingt, die europäische Öffentlichkeit wird aufgerüttelt, doch der Preis ist hoch: Bereits Mitte Juli 1961 rollt eine Verhaftungswelle durch das Land. Drei Südtiroler sterben an den Folgen von Misshandlungen.

50 Jahre nach der Feuernacht will die Dokumentation „Südtirol – Zwischen Hoffnung und Gewalt“ ein dramatisches Kapitel Zeitgeschichte verständlich machen. Wie konnte ein solcher Konflikt entstehen – in einem Europa auf dem Weg zur Einigung? Welche Rolle spielte Österreich? Wer waren die Drahtzieher?

Dazu äußern sich ehemalige Attentäter wie Sepp Innerhofer, Josef Mitterhofer, Klaudius und Herlinde Molling und Sepp Forer, Sprecher aller Lager, so zum Beispiel der (verstorbene) langjährige Landtagsabgeordnete Pietro Mitolo, Franz Widmann, der ehemalige Senator Lionello Bertoldi, der frühere österreichische Außenminister Peter Jankowitsch und Botschafter Ludwig Steiner.

Bis heute wird den Südtirolern das Selbstbestimmungsrecht verwehrt!

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