Ist Schönheit subjektiv: eine Einbildung?

von Klaus Kunze

Ist Schönheit subjektiv: eine Einbildung?

Die Abrißbirne der Moderne geht um. Sie tilgte alle Vorstellungen einer substanzhaften Identität aus dem Denken ihrer typischen Vertreter: der Massenmenschen. Ihr jüngstes und bekanntestes Opfer sind die Männlichkeit und die Weiblichkeit. Es gebe nichts substanzhaft Männliches und Weibliches, das sei nur von der subjektiven Meinung des Subjekts von sich selbst abhängig.

Eines der frühen, noch vormodernen Opfer der Dekonstruktion war die Schönheit. Sie sei gar nicht real und objektiv vorhanden. Modern erzogene Leute glauben sie “im Auge des Betrachters”. Sie bestreiten ihre Existenz rundweg.

Indessen waren Philosophen, Künstler und Publikum seit der Antike über das genaue Gegenteil einig. Die Schönheit fand sogar ihre göttliche Verkörperung in der Idee von “Aphrodite”. In der griechischen Mythologie fragten die drei Göttinnen den Prinzen Paris nicht danach, welche er am schönsten fände, sondern welche die schönste sei.

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Blut, Schweiß und Desinfektionsmittel! – Die „geheimen“ Mensuren von Berlin.

von Georg Asslinger

Blut, Schweiß und Desinfektionsmittel! – Die „geheimen“ Mensuren von Berlin.

Das Treffen von schlagenden Verbindungsstudenten

Es war kein Kaiserwetter, als sich an einem Samstagmorgen, Mitte März, Männer jeden Alters bei einer Lagerhalle in Berlin-Lankwitz zusammenfanden. Sie kamen zu Fuß, mit Öffis, mit dem Taxi und sichtlich gut gelaunt, voller froher Erwartung. Was die meisten der Herren verband, war die Mitgliedschaft in einer der vielen „schlagenden“ Studentenverbindungen im deutschsprachigen Raum. Verbindungen verbinden eben. Gekommen waren sie, um die dort stattfindenden Mensuren zu beobachten. Das wäre an sich nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich war allerdings, daß diese Veranstaltung in einer Halle, weit weg von den sonst üblichen Fechtböden der Verbindungshäuser stattfand. Und noch ungewöhnlicher war eine der Mensurpaarungen. Da fochten richtige Schwerkaliber ihre 100. und 60. Mensur. Das versprach außergewöhnlich zu werden und lockte höchstwahrscheinlich den Großteil der rund 500 Besucher an.

Die Verbindungen, die Mensuren, … Ein „reaktionäres Mysterium?

Seit es Universitäten gibt, gibt es Studentenverbindungen in der einen oder anderen Form. Waren sie am Anfang etwas wie vom Landesherren finanzierte (und kontrollierte) Zweckgemeinschaften in Form von „Bursen“ – und von diesem Begriff leitet sich auch der „Bursche“, wie in „Burschenschaft“ ab – entwickelten sie sich weiter über Studentenorden, Landsmannschaften zu Corps, Burschenschaften, Sängerschaften, und so weiter…

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Politischer Streik als Protestform

von Dr. Florian Sander

Politischer Streik als Protestform

Von Linken lernen

Die politische Atmosphäre in Deutschland kocht. Nach der Solidarisierung der AfD mit den Bauernprotesten und dem medialen Aufbauschen des „Geheimtreffens“ in Potsdam, bei dem letztlich nicht mehr besprochen wurde, als man in den Sezession-Heften und -Blogbeiträgen der letzten Jahre zum Thema Remigration nachlesen kann, überbietet sich das politische Establishment mit restriktiven Forderungen gegen die einzige echte deutsche Oppositionspartei. Auch ein AfD-Verbot soll jetzt „geprüft“ werden, auch wenn derlei Säbelrasseln keine realistische Grundlage haben dürfte. Es wird deutlich: Die Blockparteien haben Angst, große Angst. Das Wahljahr 2024 könnte bedeuten, daß AfD-Politiker in zig Rathäuser und Landratsämter einziehen, ja daß sie vielleicht sogar eine Landesregierung stellen könnten. Tiefgreifender Wandel könnte der Republik bevorstehen.

Die AfD und die Protestbewegungen

Die politische Rechte hat in den letzten Jahren gelernt, daß die gutbürgerliche Etepetete-Distanziererei eines Meuthen von Protestbewegungen alles andere als sinnvoll ist. Seien es die Corona-Proteste oder diejenigen gegen Inflation und Energiepolitik: Die AfD ist mit den Protestbewegungen gut vernetzt, in einer Weise, von der die Grünen und Linken bei all jenen sozialen Bewegungen, die wirklich graswurzelmäßig aus dem Volk kommen und nicht letztlich bildungsbürgerliche Folklore sind, nur träumen können. Auch bei den Bauernprotesten deuten sich da, wo die AfD stärker ist, Vernetzungen an; in linkeren Sphären dominiert bei vielen Bauern dagegen noch die Angst vor Kontaktschuld.

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RASTAMAN Hans Söllner fällt durch das Raster des politisch-medialen Komplexes !

von Gerald Haertel

RASTAMAN Hans Söllner fällt durch das Raster des politisch-medialen Komplexes !

Im Gegensatz zu seinen bayrischen Künstlerkollegen, der Kabarettistin Monika Gruber oder dem patriotischen Rapper Chris Ares, galt Hans Söllner nie als umstritten, eher als fröhlicher, undogmatischer Anarchosänger. Sein Stil, stark bayrisch gefärbter Gesang mit Reggaemusik, fand sogar Gefallen bei identitär gesinnten Menschen wie bei mir. Bei manchen ‚woke‘ gesinnten geriet er allerdings immer häufiger in den neumodischen Verdacht der „kulturellen Aneignung“, zumal er für längere Zeit seine Haare als jamaikanische Dreadlocks trug. Immerhin war Bob Marley sein großes, musikalisches Vorbild. Ihn aber mit dogmatischen, marxistischen Liedermachern, wie etwa Degenhardt oder Süverkrüp, zu vergleichen, wie das manche Rechte tun, traf und trifft ihn inhaltlich nicht. Nur einmal biederte er sich dem linken Mainstream an, als er 1989 beim Aufkommen der Republikaner eine Suada gegen Franz Schönhuber („Der Huaba“) vom Stapel ließ. Zu dieser Zeit war er ein beliebtes Hätschelkind nicht nur der bayrischen links-woken Szene, aufgrund seines Sounds wurde er und seine Band, die „Bayaman Vibrations“ auch auf Reggeafestivals rumgereicht.

Aber ab 2020 kam das Unerwartete. Söllner erlaubte sich eine eigene Meinung und kritisierte die in der BRD gehandhabte Coronapolitik. Besonders die willkürlichen Lockdownmaßnahmen erzürnten ihn, auf Facebook rief er seine Fans dazu auf, die Ausgangsbeschränkungen zu ignorieren, sofern man Angehörige in Senioren- und Pflegeheimen besuchen wolle. Als er hierfür einen Bußgeldbescheid bekam, wegen, Achtung schönes Stasi-Deutsch, „des Verbreitens von Schriften zu einer mit Geldbuße bedrohten Handlung“, machte der 5-fache Familienvater Dampf. Er plädierte dafür, nur diejeningen sollten zuhause bleiben, die das Angstnarrativ der Regierung verinnerlicht hätten, alle anderen sollten bitte weiter, unmaskiert natürlich, an die frische Luft gehen. Ebenfalls betonte er, daß weder er sich noch seine vielköpfige Familie mit den damals bekannten „Impfstoffen“ vergiftet hätten.

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Das ökonomisierte Gesundheitswesen

von Dr. Florian Sander

Das ökonomisierte Gesundheitswesen

Kliniken und Pflege im Kapitalismus

Mehrmals täglich hörten und lasen wir in den Jahren 2020 bis 2022 von den Gefahren, die vom Coronavirus ausgingen, nicht selten untermalt von dramatischen Bebilderungen, die Leichensäcke bei Kliniken in Italien, Spanien und anderswo zeigten. Der eigentliche Grund für jene Entwicklungen, die eigentliche Problematik wurde uns damals wie heute vom politisch-medialen Mainstream verschwiegen – aber auch die politische Rechte tat sich abseits der (durchaus nicht unplausiblen) Great-Reset-Theorien nicht gerade damit hervor, hier mit der gebotenen analytischen Schärfe auf die eigentlichen Missstände hinzuweisen. Und doch liegen sie so klar vor einem, wenn man nur genau hinschaut: Die Ökonomisierung unseres Gesundheitswesens ist seit etwa Mitte der 80er Jahre (in denen aus Sicht mancher Babyboomer doch angeblich alles noch so großartig war) in vollem Gange. Die katastrophalen Auswirkungen erleben wir heute, nicht nur in Kliniken, sondern nicht zuletzt und vor allem auch im Bereich der Pflege.

Heuschreckenplage

Der normale Patient dürfte hierzulande ebenso wie im westlichen Ausland oft kaum realisieren, in wessen Händen er sich oftmals befindet, wenn er auf einen Klinikaufenthalt oder womöglich auf einen Platz im Pflegeheim angewiesen ist: Nicht selten nämlich in denen global agierender Klinik-Konzerne wie Fresenius/Helios oder Ameos. Ameos befindet sich im Besitz des US-Finanzkonzerns Carlyle Group, welcher schon während des amerikanischen Öl-Krieges im Irak unter Bush Jr. auf profitable Investments hoffte. Es gibt kaum ein Geschäftsfeld, in dem Carlyle nicht mitmischt – ähnlich dem Finanzinvestor BlackRock, zu dem CDU-Chef Merz beste Connections hat. BlackRock besitzt Anteile an Fresenius sowie an den Pflegekonzernen Orpea und Korian (bezeichnend übrigens, dass, während der Autor dies schreibt, sein Word-Programm beide Namen ebenso wie „Ameos“ rot anstreicht – auch Details wie diese sagen etwas über die Prominenz und die Hintergründigkeit mächtiger globaler Akteure aus).

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Zeitschriftenkritik: CATO – das Magazin für neue Sachlichkeit

von Werner Olles

Zeitschriftenkritik: CATO – das Magazin für neue Sachlichkeit

Eine „fatale moralische Selbsterhöhung“ sieht CATO-Chefredakteur Ingo Langner in den jüngsten westdeutschen „Demonstrationen gegen rechts“ einen Neuaufguß von Schröders peinlichem „Aufstand der Anständigen“, der allerdings schnell zusammenbrach, als sich herausstellte, daß die damaligen Täter Mohammedaner und keine deutschen „Nazis“ waren. Inzwischen scheint es jedoch eine gewisse kognitive Dissonanz zu geben, die es einem nicht unbeträchtlichen Teil der Bürger unmöglich macht, die Wahrheit zu erkennen und ihr ins Auge zu sehen. Man kann dies ruhigen Gewissens als Gehirnwäsche durch die herrschenden Politiker und die ihnen ergebenen Massenmedien bezeichnen, die jedoch wegen ihrer aktuellen politischen Relevanz – mögliches AfD-Verbot, Entzug der bürgerlichen Ehrenrechte für bestimmte unliebsame oppositionelle Politiker, geplante Überwachung der Konten hinsichtlich Spenden an „verdächtige“ Gruppen und Parteien etc. –, in höchstem Maße beunruhigend und gefährlich ist.

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US-Moderator Carlson interviewt Putin in Moskau: Was wird nun mit dem Krieg?

von Rocco Burggraf

US-Moderator Carlson interviewt Putin in Moskau: Was wird nun mit dem Krieg?

Da fährt ein „umstrittener“ weil „Trumpnaher“ Journalist nach Moskau und interviewt den Leibhaftigen. Zwei Stunden lang. Ein ziemliches Ding. Da ich mich seit geraumer Zeit nicht mehr mit den Surrogaten öffentlich-rechtlicher Einordner zufrieden gebe, habe ich jetzt die 31 Seiten lange Mitschrift des Interviews sorgfältig gelesen und durchaus Mitteilenswertes gefunden.

Bevor hier wieder Totschlagvorwürfe des Putinistentums und Hereinfallens auf einen Potentaten oder die des Antiamerikanismus losbrechen, schicke ich voraus, dass ich nach wie vor weder Putins Einmarsch billige noch den Machenschaften der Amerikaner blind vertraue. Ich gebe hier erstmal zusammenfassend (und mit gebotener Vorsicht kommentierend) wieder, was Putin gesagt hat. Seine Antworten bezeichnet Carlson nach einigem Zögern als „aufrichtig“ erscheinend.

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Das Grundrechtssystem des Grundgesetzes funktioniert nicht mehr

von Dr. Ulrich Vosgerau

Das Grundrechtssystem des Grundgesetzes funktioniert nicht mehr

Das Grundrechts-System des Grundgesetzes funktioniert nicht mehr. Dies kann man eigentlich kaum anders sehen. Natürlich „gilt“ es noch, aber seine sachlichen und gedanklichen Voraussetzungen sind teilweise weggefallen. Letztlich ist dies – wie fast alles, was wir nun im Übergang zur Postdemokratie erleben – eine Demonstration des Satzes von Böckenförde, nach dem der liberale Verfassungsstaat von Voraussetzungen lebt, die er selbst nicht schaffen kann – fallen diese mentalitätsmäßig weg, nützen noch so sorgfältig formulierte Verfassungstexte leider nichts mehr. Ausgangspunkt ist dabei der Gedanke, daß sich „Correctiv“, also eine hochaktivistische Aktivistenplattform, die die politische Opposition in Deutschland bekämpft, in unserem Hamburger Gerichtsverfahren (Anmerkung der wir selbst-Redaktion: Zur Zeit gibt es sowohl straf- als auch presserechtliche Verfahren (Abmahnungen) gegen die „Correktiv“-Darstellungen zum Potsdamer Treffen einiger Privatpersonen) kein bißchen weniger auf die Grundrechte wie Meinungs-, Presse und Kunstfreiheit (gerade besonders grobe Verleumdungen bezeichnet man am besten als „Kunst“) berufen kann, als würden wir den SPIEGEL Rudolf Augsteins oder die Schülerzeitung verklagen. Grundrechtsdogmatisch spielt es rein gar keine Rolle, daß sie weder der SPIEGEL aus Augsteins besten Tagen noch die Schülerzeitung sind, sondern teils vom Staat, teils offenbar von transatlantischen Milliardären finanziert werden, die aus nicht ganz klaren Gründen ein starkes Interesse daran haben müssen (jedenfalls sehr viel Geld dafür auszugeben bereit sind), in Deutschland eine bestimmte politische Agenda durchzusetzen oder jedenfalls zu befördern – Hauptrichtung immer: Deindustrialisierung und multikulturelle Gesellschaft bzw. ungesteuerte Masseneinwanderung.

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Die totalitäre Demokratie

von Klaus Kunze

Die totalitäre Demokratie

Die Begriffsverwirrten

Begriffsverwirrte marschieren massenhaft in großen Städten auf. Sie wähnen, für „die Demokratie“ einzutreten, die Guten. Mangelnde politische Schulbildung und pausenlos eingehämmerte Schlagworte haben in ihren Köpfen ein Chaos sondergleichen angerichtet.

Weil sich eine Handvoll AfD-Mitglieder einen Vortrag angehört hatten, in dem – so die inzwischen nachgewiesene Propagandalüge – „massenhafte Deportation“ von Ausländern gefordert worden sein soll, demonstriert die Volksfront von links „gegen Rechts“, namentlich gegen die AfD: „für Demokratie!“

Oh diese Ahnungslosen! Niemand hat sie gelehrt, was Demokratie überhaupt bedeutet und welches ihre Merkmale sind. Das Demokratieprinzip ist eines der Strukturmerkmale des Grundgesetzes, aber nicht das einzige. Ein weiteres ist das Rechtsstaatsprinzip. Ohne Rechtsstaat kann eine reine Demokratie totalitär werden.

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Zum Exitus der deutschen Demokratie – eine Leichenfeldbetrachtung

von Thor Kunkel

Zum Exitus der deutschen Demokratie – eine Leichenfeldbetrachtung

Manche Dinge lassen sich nicht ungeschehen machen. Fassungslos steht man vor dem Schaden, der angerichtet ist und stellt fest, die rotgrünen Totengräber der Demokratie haben ganze Arbeit geleistet. Ja, sie hat sich erledigt, – die gute alte, deutsche Demokratie. Wird nie mehr auferstehen, denn dergleichen gibt es nur in Märchen. Mag sein, dass sie auch 80 Jahre nach dem Ende des II. Weltkriegs nichts weiter war als ein zartes Pflänzchen, doch dieses schmähliche Ende – Klappe zu, Affe tot! – hat sie gewiss nicht verdient.

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