Donald Trumps Wahlsieg: Deutschland allein zuhaus

Kommentar von Rocco Burggraf am Tag des Wahlsieges

Donald Trumps Wahlsieg: Deutschland allein zuhaus

Es durfte nicht sein. Nun isses doch. Kamalas Jubelparty in Howard ist abgesagt. Sie erscheint gar nicht erst zur festlich illuminierten Jahrhundertfete an der als Place to be für tausende plappernde Mikrohalter und Kameraschwenker auserkorenen, weil überwiegend schwarzen Howard University. Nicht heute jedenfalls. Morgen vielleicht wird der Teleprompter dann noch ein letztes Mal für sie bestückt sein. Die Textbausteine dafür lässt man sich am besten vom Hassexportweltmeister Deutschland liefern. Vom SPIEGEL vielleicht, der über Jahre wöchentlich neue Coverversionen von Trump als Menschheitsfeind Nr. 1 auflegen ließ. Oder von der zuletzt noch eilig in die Staaten entsandten Ersatzheiligen und Wahlkämpferin Luisa Neubauer, deren missionarische Drückerkolonne irgendwo in den Vorgärten der Swing-States sang- und klanglos unterging. Das Redaktionsnetzwerk mit den besonderen Drähten zu den Meldestellen, Faktencheckern und Verfassungsschützern könnte auch was aus seinem Antitrump-Fundus beitragen. Oder die unzähligen verkaterten öffentlichrechtlichen Korrespondenten und Politikexperten, denen sich heute Morgen die Fassungslosigkeit in die bessermenschlichen Physognomien getackert zu haben scheint. Ihre Blaupause hinterm Teich hat sich in Luft aufgelöst.

„Falsche Richtung, Nostalgie, Rassismus!“, tönt es nun im linearen deutschen Gebührenfernsehen. „Ein Bruch in der Demokratiegeschichte! Amerika ist noch nicht so weit eine Frau zu wählen!“ Natürlich, eine Demokratie, die nicht das erhoffte Ergebnis bringt, kann keine sein. Natürlich blasen die deutschen „Progressiven“ nicht offen zum Sturm auf Capitol, Italien, Holland, Ungarn oder Sachsen, man stellt einfach die dort praktizierte Demokratie in Frage. Nein, die kotzarroganten deutschen Kultureliten werden nicht mehr aus ihren intellektuellen Zirkelschlüssen herausfinden. Jeder Einzelne von ihnen ist gewöhnt, den eigenen Frontallappen aus dem stalinistischen Antiquariat für den Globus zu halten, in dem alles Relevante stattzufinden hat. Einen universal gültigen Ort, an dem Ziele und Regeln gesetzt werden, wo Milch und Honig zu den Richtigen fließen, zu dem letztlich alles strebt und ungläubige Sünder erst noch finden müssen. Doch draußen tobt es immer weiter. Das Böse.

So werden die Gerechten unter der Sonne heute im Laufe des Tages von Analysten noch hören aber natürlich nicht begreifen, dass 67 Millionen rational kalkulierende Amerikaner Donald Trump gewählt haben, das aus dem Hut gezauberte Gute-Laune-Kaninchen Kamala aber lediglich von 62 Millionen als Alternative gesehen wurde. Die gefühlt Besserverdienenden. Ein Erdrutsch, wie man ihn sich hierzulande angesichts der stets aufs Neue herbeiselektierten Umfrageergebnisse in den schlimmsten deutschen Albträumen nicht auszumalen vermochte. Trump ließ sich von Deutschland aus einfach nicht herabstufen. Man wird nun hier vielleicht zur Kenntnis nehmen, dass Hispanics in Massen das demokratische Lager verlassen haben, weil ihnen die Segnungen der urbanen Endzeitsekten schlicht immer suspekter geworden sind. Verstehen wird man es nicht. Man wird in Grafiken aufgearbeitet sehen, dass Puertoricaner sehr genau hingehört haben, als ein seniler Joe Biden sie in einer letzten Aufwallung seiner inneren Überzeugungen als „Müll“ bezeichnet hat. Kognitiv verarbeitet wird es ganz sicher nicht. Klar, wer Trump wählt, ist natürlich Müll. Was sonst? Man wird vermutlich in den deutschen Universitätshochburgen und unter den Kulturschaffenden von jüdischen Gemeinden hören, die angesichts der antisemitischen Pogromstimmung an den demokratisch dominierten Universitäten so entsetzt wie geschlossen ins Trumplager geflohen sind. Da es sich keineswegs um Israelkritik sondern um haargenau denselben, tief verwurzelten Antisemitismus handelt, den deutsche Kulturmarxisten selbst verinnerlicht haben, werden sie auch angesichts dieser Vorgänge ratlos bleiben. Ebenso wird man registrieren, dass Harris trotz vehementem Blackfacing bei der zugeschriebenen schwarzen Communitiy keinen Blumentopf gewinnen konnte. Die deutschen Deutungshoheitlichen werden auch das letztlich nicht nachvollziehen können.

Sie alle werden aus ihren intellektuellen Zirkelschlüssen nicht herausfinden, weil Ihnen als vollzeitalimentierten Utopisten das Verständnis für die existenziellen Dinge des Lebens, darunter die menschliche Natur als soziales, interessengesteuertes Wesen abhandengekommen ist. Sie begreifen eine Bevölkerung einfach nicht, die sich trotz mannigfaltig ausgerufener Apokalypsen nicht widerspruchslos unterwerfen lässt, ihre Rechte einfordert, ein legitimes Aufstiegsbedürfnis durchsetzt und nicht mehr bereit ist, sich in einem Opferkult verfrühstücken zu lassen, den urbane kinderlose Endzeitsekten, Nichtregierungsorganisationen und ein riesiges Heer von Staatssöldnern und Bürokraten zu ihrem Geschäftsmodell gemacht haben. Asoziale linke Eliten fernab jeglicher Wertschöpfungsprozesse und einer drangsalierten Bürgerschaft mit Existenzsorgen verstehen nicht. Sie verachten alle, die anders ticken als sie selbst.

Dass auch das deutsche Meinungskartell jahrelang Gift, Galle und immer neue Hitlervergleiche über Trump auszugießen bereit war, während zeitgleich gezetert wurde, dass es dieser seinerseits gewagt hatte, linke demokratische Einpeitscher wie Pelosi mitsamt ihren Prügelhorden von der ANTIFA zu Feinden Amerikas zu erklären, zeigt nur, wie blind diese Verachtung macht. Lange schon zeigten Umfragen nämlich, dass Trumps Comeback auf breiter Front gelingen würde. Zentrale Wirtschaftskapitäne wie Bezos und Zuckerberg zuckten noch gerade rechtzeitig vor der Fortsetzung ihrer bis dato gepflegten Präferenzen zurück, während deutsche Meinungsschmieden noch immer wutschäumend gegen den nächsten Präsidenten ihres weltweit wichtigsten Handelspartners schossen. Trump ist wie man gelernt haben könnte, nirgendwo so verletzlich und sensibel wie in Fragen des persönlichen Umgangs mit ihm. Er wird sich erkenntlich zeigen.

Und so sitzen heute früh die zeichensetzenden Morgenbotschafter der ARD – die ideologisch bestens integrierte Shakuntala Banerjee (in Glitzergrün) und der geoutete Sozialdemokrat Roth (mit Regenbogensöckchen) – und bedauern zum tausendsten Mal, dass sie nun gemeinsam nicht mehr die Vereinigten Staaten retten können, sondern sich mehr „um europäische Interessen“ kümmern müssen. Alle Achtung. Es wird im deutschen Brandmauerkartell allerdings noch sehr lange dauern, bis man dann noch entdeckt, dass man sich um Europa nur öffentlich Gedanken machen kann, wenn man sich zuvor um soetwas Gestriges wie ein eigenes nationales Standing gekümmert hat. Dass man ein Deutschland als eine Art Palliativstation mit Notstromaggregat auf internationalem Parkett einfach nicht mehr für voll nimmt, ist den ökonomieaversen aber cannabisaffinen Bildungssimulanten in Ämtern und Würden komplett entgangen. Die Welt hat sich längst von Deutschland abgewendet, während die Vision des agierenden Brandmauerkartells darin besteht, dass eine vor sich hin blinkende Ampel mit Tolerierung der Merkelschen Dekonstruktivisten den rauchenden deutschen Massencrash noch irgendwie in einen klimaneutralen Verkehrsfluss zurückverwandeln könnte. Guten Morgen Deutschland! Viel Spaß in der Zukunft!

Ich wohne in Dresden, bin parteilos, Familienvater, hauptberuflich freier Architekt und nebenberuflich inzwischen auch kritischer Publizist in sozialen Netzwerken. Meine politische Orientierung würde ich in erster Linie als freiheitlich bezeichnen. Kontaminierte Einordnungen nach links oder rechts, sozial oder wertkonservativ sind für mich uninteressant, weil von Fall zu Fall verschieden.

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2 Kommentare zu „Donald Trumps Wahlsieg: Deutschland allein zuhaus

  1. Der Text hat hoffnungsvoll angefangen. Und dann kam der Antisemitismus-Vorwurf gegenüber Israelkritikern. Ab da hat der Autor dann zu den gleichen Methoden gegriffen wie jene, die er so sprachlich-theatralisch kritisiert. Schade, dass das so oft so enden muss.

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